5 Haarbänder

02. Juni 2017 18:32; Akt: 02.06.2017 18:42 Print

Mutter erfindet Trick für mehr Geduld mit Kindern

Eine Mutter aus Texas hat sich einen Trick ausgedacht, um nie wieder die Geduld mit ihren Kindern zu verlieren.

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Kelly Holmes aus Austin im US-Bundesstaat Texas ist Mutter dreier Töchter. Abby ist neun Jahre alt, Bailey vier und die Charlie wird in den nächsten Wochen zwei. Vor kurzem ertappte sich die 39-jährige Frau, wie sie völlig überfordert und gereizt die Fassung gegenüber ihren Mädchen verlor. An dem Tag entschied sie, etwas zu unternehmen, damit das nie wieder vorkomme.

Holmes entwickelte für sich eine Methode, um ihr Verhalten zu ändern. Sie zieht fünf Haargummis über ihr rechtes Handgelenk. Verliert sie die Geduld mit einem ihrer Kinder, wechselt sie ein Band ans andere Handgelenk. Sie kann diese aber auch wieder zurückwandern lassen: Mit fünf netten Gesten gegenüber den Kleinen – sei es, zusammen ein Buch zu lesen, zu malen oder tanzen. Das Ziel ist es, am Ende des Tages so viele Haarbänder wie möglich auf der rechten Seite zu tragen.

Fünf positive Gesten, um den Schaden zu beheben

«Der visuelle Effekt und der leichte Druck der Gummis an meinem Handgelenk halfen von Anfang an. Es ist eine magische Kombination», schreibt Holmes über ihre Erfahrung auf dem Elternportal «Idealist Mom». Und wenn auch mal ein Haarband von einem zum anderen Handgelenk wechselte, war die dreifache Mutter «hochmotiviert, um den Schaden so rasch wie möglich zu beheben».

Holmes entwickelte diesen Trick nach der Methode «Magic-Ratio 5:1» von Beziehungsexperte John Gottman. Dabei geht es darum, eine negative Interaktion mit fünf positiven Interaktionen auszugleichen. Dies soll ein gesundes Verhältnis zwischen zwei Menschen erhalten.

Zahlreiche Eltern in der Krise

Holmes' Artikel trifft voll ins Schwarze. Wie die «Daily Mail» berichtet, lasen in den letzten Wochen 500'000 Mütter und Väter ihren Blogeintrag.

Etwa die zweifache Mutter Shauna Harvey, die von der Haarband-Methode begeistert ist. Sie postete auf Facebook ein Bild von ihrem Handgelenk, auf dem sie am Abend noch alle fünf Bänder trug. «Ich war zuvor an einem Punkt angelangt, an dem ich total verzweifelt war und sogar jeden Tag heulte», schrieb sie auf Facebook.

Holmes fühlt sich bestätigt: «Jeden Tag öffne ich meine Mails und finde Rückmeldungen von Eltern, die mir erzählen, dass sie die Methode ausprobiert haben und seither viel mehr Geduld mit ihren Kindern aufbringen können», sagt sie. «Manchmal wird es schwierig, aber dann sieht man die fünf Haarbänder am Handgelenk, wie sie von einer Seite zur anderen wandern, und plötzlich findet man wieder die nötige Geduld und Aufmerksamkeit in sich.»

Haben Sie selbst einen Trick, um mit Ihren Kindern die Ruhe zu bewahren? Schreiben Sie ihn uns.

(kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fragende am 02.06.2017 19:49 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Und warum genau dürfen Eltern nicht einmal die Geduld verlieren? Warum sollen Kinder nicht erfahren, dass Mama nicht jeden Tag gut drauf ist? Sorgen hat? Müde ist? Oder die Kinder tausend mal das selbe Fragen?

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  • ABr am 02.06.2017 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    Einfallen

    Wenn es ihr hilft dabei ..... warum nicht. Sie liess sich wenigstens etwas einfallen was heute ja auch nicht mehr selbstverständlich ist. Denn sonst käme ein solcher Artikel schon gar nicht unters Volk.

  • Annie5 am 02.06.2017 19:03 Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Genial und simpel!! Ich finde das eine tolle Idee um die eigene Disziplin zu fördern. Das sehen die Kindern und lernen Sozialkompetenz.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Vg0989 am 03.06.2017 19:26 Report Diesen Beitrag melden

    Katastrophe

    Die heutige erziehungsmassnahmen sind echt bedenkenswert. Ich kenne kein einziges elternteil welches mal durchgreifen kann. Die kinder schreien wie sie wollen..tun was sie wollen... nein DAS geht gar nicht. Ich als kinderlose sollte geduldsgummis für die ach so tollen eltern tragen.katastrophe!

  • Selina am 03.06.2017 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Gut, aber achtung!

    Die Methode ist zwar gut und hilft einem die Kontrolle über sein Handeln zu bewahren. Doch bin ich der Meinung, dass sich nicht alles durch 5 positive Gesten einfach wieder gut machen lässt. Es gibt Narben, die bleiben ein Leben lang und deshalb muss man sich seinen Handlungen immer bewusst sein und präventiv gegen die Ungeduld und negativen Gefühlszustände vorgehen.

    • Kayleigh am 03.06.2017 14:15 Report Diesen Beitrag melden

      Gibt Besseres

      Die Gefahr ist auch, dass man schnell 5 Dinge macht, um sich selbst zu übertölpeln. Gute Idee - aber überzeugt mich nicht!

    • Ruth am 03.06.2017 19:11 Report Diesen Beitrag melden

      Also bitte...

      Jeder Mensch hat negative Gefühlszustände und Ungeduld-auch Eltern...Wollt ihr den Kindern vermitteln, dass man das nicht haben darf? Ich sage, man darf sie haben, man ist immer noch Mensch. Entscheidend ist es doch, dem Kind vorzuleben, wie man damit umgehen kann und dem Kind zu sagen, dass es i.d.R nichts damit zutun hat, wenn das Nervenkostüm mal etwas dünner ist. Mal die Nerven zu verlieren bedeutet ja nicht gleich, dass man das Kind schwerst misshandeln muss, das sind zwei Paar Schuhe...

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  • Mutter am 03.06.2017 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    alt...

    alte Methode! Geht auch mit Kieselsteinen in der Hosentasche.

  • Biörn Schnecke am 03.06.2017 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Supi

    Tolle Erfindung.... Momoll. Gehts auch mit 6 Bändern?

  • Höldaräu am 03.06.2017 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Ungekehrt

    Manch einem Kind könnte man solche Haargummis auch ans Handgelenk geben. Pubertierenden zum Beispiel. Ob sie aber merken , dass sie zu weit gegangen sind, ist fraglich. Und ob sie es wieder gut machen wollen, noch fraglicher. Ach kommt. Eltern die die Geduld verlieren , und Kinder die die Geduld mit uns Alten verlieren, ist doch beides dasselbe. Nicht immer alles so ernst nehmen. Es werden alle überleben.