06. April 2005 18:23; Akt: 06.04.2005 18:38 Print

NASA zu Shuttle-Flug: Risiko bleibt bestehen

Rund sechs Wochen vor dem Start der Raumfähre «Discovery» hat die NASA Risiken eingeräumt. Es würde Jahre und ein völlig neues Design der Raumfähren-Tanks erfordern, um eine Wiederholung der Katastrophe vom 1. Februar 2003 gänzlich auszuschalten.

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Trotz zahlreicher neuer Sicherheitsmassnahmen werden weiter Risiken durch mögliche abgesprengte Teile von Isolierschaum verbleiben. Sogar schon Stücke von der Grösse eines Tennisballs könnten sich «unter den schlimmsten Umständen» katastrophal auswirken, sagte der für die Shuttle-Systeme zuständige Ingenieur John Muratore laut US- Medien vom Mittwoch.

Er fügte hinzu, dass dies aber Risiken seien, die akzeptiert werden müssten, wenn man eine Wiederaufnahme der nach der «Columbia»-Tragödie ausgesetzten Shuttle-Flüge in absehbarer Zeit wolle. Muratore schränkte zugleich ein, dass eine Wiederholung der Katastrophe unwahrscheinlich sei.

Es handle sich «nicht um etwas, was wir erwarten». Es würde Jahre und ein völlig neues Design der Raumfähren-Tanks erfordern, um eine Wiederholung der Katastrophe vom 1. Februar 2003 gänzlich auszuschalten.

Beim Start abgesprengter Isolierschaum hatte damals den Hitzeschild am Tank der «Columbia» so schwer beschädigt, dass es beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu einer Explosion und zum Tod der sieben Astronauten an Bord kam.

Gute Nachrichten gibt es hingegen von den kleinen Mars-Rover «Spirit» und «Opportunity»: Sie sind einfach nicht zu bremsen. Nachdem die Roboter ihre ursprünglich erwartete Lebensdauer bereits um 11 Monate überschritten haben, hat die US-Weltraumbehörde NASA ihre Mission jetzt um weitere 18 Monate verlängert.

«Spirit» und «Opportunity» suchen seit Anfang Januar 2004 auf dem Mars nach Spuren von Wasser, der Grundvoraussetzung für die Existenz von Leben. Ursprünglich war die NASA von einem dreimonatigen Einsatz der Fahrzeuge ausgegangen.

(sda)