Neues Game

14. Februar 2011 23:32; Akt: 14.02.2011 22:41 Print

Nackte Babys schlachten

Neue Killerspiele überschreiten weitere Grenzen der Brutalität und Gewaltverherrlichung. Gegner verlangen nun Warnungen analog zur Zigarettenprävention.

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Das Game «Bulletstorm» wird als «schlimmstes Spiel aller Zeiten» angepriesen.

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Eigentlich ist eine restriktive Regelung für Killerspiele so gut wie sicher: Das Parlament hat Motionen sowohl für ein Totalverbot als auch für ein Verkaufsverbot an Jugendliche schon letzten Frühling gutgeheissen. Thematisch ähnliche Standesinitiativen sind hängig. Doch dem Bundesrat eilt es offenbar nicht. Entsprechend empört reagiert die Vereinigung gegen mediale Gewalt (VGMG) auf zwei neue Spiele, die etwa in Deutschland nur zensuriert verkauft werden dürfen, in der Schweiz aber für jedermann erhältlich sind. Das Spiel «Bullet­storm» trägt den zweifelhaften Ehrentitel «Schlimmstes Spiel aller Zeiten». Grund: Die extreme Schlächterei wird mit Begriffen aus der harten Pornografie zusätzlich sexuell aufgeladen (die Tötung von mehreren Opfern heisst zum Beispiel Gangbang).

Roland Näf vom VGMG sieht in dieser Vermischung von Gewalt und Sex «ein unerträgliches Rollenbild bei Jugendlichen und jungen Männern». Im anderen Spiel «Dead Space 2» werden laut Näf sogar Babys abgeschlachtet. «Diese Spiele können in der Schweiz immer noch auch von Minderjährigen erworben und gespielt werden», so Näf. Weil er nicht auf den Bundesrat warten will, verlangt der VGMG nun von der Konferenz der Justizdirektoren, dass sie im Zuge einer Vereinheitlichung der Altersfreigabe von Filmen auch die Games einbezieht. Killergames sollen zudem mit Gesundheitswarnungen analog zur Tabakprävention versehen werden. Beispiel: «Dieses Videospiel verändert den Charakter ihres Kindes und führt zu aggressivem Ver­halten.» Näf: «Dann wissen wenigstens die Eltern klipp
und klar, was ihre Kinder riskieren.»

(loo)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ernst Hafter am 15.02.2011 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Mediale Hysterie (einmal mehr)

    "Bulletstorm" ist eine offensichtliche Karikatur des Genres und nimmt sich selber nicht mal halb so ernst wie es die Spielegegner tun. Und die Babys in "Dead Space 2" - ein Survival-Horror-Spiel in einem Science-Fiction-Setting, das offensichtlich von H.R. Gigers "Alien" inspiriert ist - werden nicht einfach abgeschlachtet, sie greifen den Spieler vielmehr in Horden an und versuchen ihn zu töten. Beide Spiele sind ausdrücklich ab 18 Jahren freigegeben und dürften an Jugendliche nicht verkauft werden. Recht so! Als Erwachsener will ich mich in meinem Medienkonsum aber nicht bevormunden lassen.

  • Nueriskin am 28.06.2011 08:01 Report Diesen Beitrag melden

    Totaler Witz

    Ich selbst spiele Bulletstorm, aber dieses Spiel macht nicht aggressiv. Es ist zwar wichtig, dass es nicht an unter 18-jährige verkauft wird, aber man kann doch nicht alles verbieten. Jeder Mensch reagiert anders auf die verschiedenen Games. FIFA kann genau so schlechte Laune hervor rufen. Also beruhigt euch, es wird erst ein Problem, wenn ein Mensch keine soziale Kontakte und nur noch diese Spiele hat.

  • Stefan am 15.02.2011 05:18 Report Diesen Beitrag melden

    Sachlich bitte

    Bitte 20min Readaktion Wenn schon veröffentlicht ihr den gesamten Beitrag darüber. Das Zitat kommt von einem Ultakonservativen US Pyschologe Das Game ist für ERwachsene und nicht für Teenys bestimmt. Zudem ist das ganze nicht so schlimm ,sonder strotzt nur so von bitterbösem schwarzen Humor. Hier im Original, nur das alles sachlich bleibt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • asd sdf am 28.06.2011 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Politiker haben keine Ahnung von GAmes

    LOL "Im Spiel Dead Space 2 werden sogar Babys abgeschlachtet" so ein müll. Klar sind sie klein und ähneln Babys aber sie sind Monster und keine Menschen und sehen dazu noch verdammt hässlich aus.... jeder der einen gesunden Menschenverstand besitzt sollte/muss die Realität und Games unterscheiden können. Wenn ich irgend ein Spiel spiele, würde mir nie in den Sinn kommen, das Gespielte je in der Realität anzutreffen. Alterbegrenzungen sind jedoch sinnvoll, kein 10jähriger sollte DS2 spielen, weil die zu jung sind um einen Unterschied feststellen zu können.

  • Nueriskin am 28.06.2011 08:01 Report Diesen Beitrag melden

    Totaler Witz

    Ich selbst spiele Bulletstorm, aber dieses Spiel macht nicht aggressiv. Es ist zwar wichtig, dass es nicht an unter 18-jährige verkauft wird, aber man kann doch nicht alles verbieten. Jeder Mensch reagiert anders auf die verschiedenen Games. FIFA kann genau so schlechte Laune hervor rufen. Also beruhigt euch, es wird erst ein Problem, wenn ein Mensch keine soziale Kontakte und nur noch diese Spiele hat.

  • 30jährige am 27.06.2011 23:32 Report Diesen Beitrag melden

    Aus Spiel wird Ernst!

    Ich kenne leider einen Jungen, der schon viel zu früh tagtäglich am gamen war und nun nicht einmal eingeschult werden kann und sogar die Psychologen überfordert, weil für ihn die virituelle Welt realer ist als das richtige Leben! Gesunde, normale Erwachsene können wohl noch Real und Game unterscheiden, aber selbst ich merkte schnell, dass mich nur schon einfache Ballergames aggressiver machen - unterschätzt nicht die Gefahren; es werden definitiv Menschen deswegen sterben!!!

  • Thomas Ark am 26.04.2011 14:44 Report Diesen Beitrag melden

    Umsatz wichtiger als Menschen?

    wieso glauben die befürworter von killerspielen, dass bei ihnen eine ausnahme gemacht wird? der staat müsste diese art von "unterhaltung" längst vom markt nehmen. es ist eine schande, solche produkte überhaupt zu produzieren. ist uns der Umsatz wichtiger als das wohl unserer kinder? organisationen wie die vereinigung gegen mediale gewalt (vgmg) setzen sich für die bevölkerung ein, solche leute sollte man unterstützen und nicht kritisieren.

    • hans satt am 27.06.2011 23:03 Report Diesen Beitrag melden

      was ist los mit euch

      was massen sich leute wie du eigentlich an, über andere menschen bestimmen zu wollen? nimm dich an der eigenen nase und tu was gegen echte gewalt.

    • Mr. T am 28.06.2011 15:21 Report Diesen Beitrag melden

      Es geht nicht um Umsatz

      Was wenn man mal Abwechslung will und so ein Spiel spielen möchte?! Wenn man nicht will, dass Kinder solche Spiele spielen, muss man als Elternteil dafür sorgen.... ist ja klar... Man schaut ja auch das der 7 jährige Sohn kein Küchenmesser in die Finger bekommt oder?! Heutzutage sind die Eltern einfach zu faul und wollen, dass alles schon per Gesetz verboten wird, damit sie es den Kindern nicht beibringen müssen ! Anstatt immer diese Games zu kritisieren würded ihr mal lieber in die Glotze schauen und euch überlegen welche Schäden Sendungen anrichten..

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  • revlis am 02.03.2011 00:47 Report Diesen Beitrag melden

    Augen Auf!

    Bitte klebt jedem Der VGMG einen Zettel auf die Stirn " Unsere Worte trüben den Verstand." Es ist Müll, was Politik und möchtegern Experten labern. Das Problem sind nicht solche Spiele, sonder der Extreme Leistungsdruck auf Kinder und Jugendliche! Lasst Kinder wieder Kinder sein und fangt wieder an zu Denken! Überforderung in der Schule, Mobbing, Leistungsdruck und Aussichtslose Zukunft - DASS macht Aggressiv.

    • Master Chief am 28.06.2011 15:24 Report Diesen Beitrag melden

      Theoretiker/Politiker/Möchtegern

      Genau!! vollkommen deiner Meinung! Personen die solche Gestze verankern wollen haben noch NIE ein solches Spiel gespielt... Alles Theoretiker die meinen sie sind die besten, aber null Ahnung von der Praxis/Realität haben.

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