Schatzjagd in Polen

25. August 2016 14:37; Akt: 25.08.2016 15:26 Print

Nazi-Goldzug wird an neuer Stelle vermutet

Die Gruppe, die in Polen nach einem Schatz aus der Nazi-Zeit sucht, stellt ihre Grabungen ein – und nimmt eine neue Stelle ins Visier.

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Knapp zwei Wochen nach dem Beginn der Suche vor Ort nach einem mysteriösen «Goldzug» aus der Nazi-Zeit im Südwesten Polens hat eine Gruppe deutsch-polnischer Hobbyhistoriker erst einmal ihre Arbeit eingestellt. «Es gibt nichts», sagte Team-Sprecher Andrzej Gaik am Donnerstag am Ort der Grabungen in der Nähe von Walbrzych. «Diese Nacht haben wir beschlossen, die Baustelle wieder zu schliessen, die zugegebenermassen nichts erbrachte.»

Die Gruppe vermutet, dass im Zweiten Weltkrieg ein gepanzerter und womöglich mit Schätzen beladener Zug der Nazis in der Nähe von Walbrzych unterirdisch versteckt wurde. Obwohl Experten der Bergbauakademie in Krakau die Existenz des Zuges im vergangenen Dezember ausgeschlossen hatten, begannen der Pole Piotr Koper und der Deutsche Andreas Richter mit Dutzenden Helfern und schwerem Gerät mit den Grabungen.

Ganz aufgeben wollen die Amateurforscher ihre Suche aber noch nicht. Sie werde im September an einer anderen Stelle «ganz in der Nähe» fortgesetzt, kündigte Gaik an – die Genehmigung der Behörden vorausgesetzt. Die Grabungsarbeiten werden von den Amateurforschern selbst sowie von Sponsoren finanziert. Die polnischen Behörden wollten sich nicht beteiligen.

Unterirdische Tunnelanlage

In Polen halten sich seit Jahrzehnten hartnäckig Gerüchte um zwei verschwundene Nazi-Züge voller Gold, Schmuck und Kunstwerke. Im August 2015 verkündeten Koper und Richter, sie hätten mithilfe von Georadaruntersuchungen Beweise für die Existenz eines solchen Zuges gefunden.

Fest steht, dass die Nazis in der Nähe von Walbrzych rund um das Schloss von Ksiaz (Fürstenstein) von Kriegsgefangenen riesige unterirdische Tunnelanlagen errichten liessen. In dem Gebiet sollte ein Hauptquartier von Adolf Hitler entstehen.

(kat/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alfred Eisler am 25.08.2016 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    Logisch!

    Nessie wird auch immer an anderer Stelle gesucht! Tolle Werbung die sicherlich Touristen anlockt und das finde ich völlig legal!

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  • dagobert am 25.08.2016 16:23 Report Diesen Beitrag melden

    Sie haben es sicher gefunden!

    Nun verreisen sie so schnell wie möglich :)

  • nacho am 25.08.2016 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Nachfragen bei UBS und CS

    Fragen kostet (noch) nichts. Freundliche Grüsse, nacho

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Onkel Dagobert am 26.08.2016 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    Goldfinger

    Die Suche wird lange dauern.Der unterirdische Tunnel führt von Polen bis nach Zürich direkt unter das Gebäude der UBS.

  • Sandervandorn44 am 26.08.2016 06:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wer zahlt die buddelei

    herrje und wer zahlt das ganze am ende

  • HugoHugo am 26.08.2016 03:41 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Sache

    wenn der Zug gefunden wird, kommt die polnische Regierung und sagt "Danke". So kann man die Staatskasse aufbessern.

  • Nobi Duck am 25.08.2016 22:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fachleute ran

    Wenn es um so viel Geschichte und Gold geht sollte man das nicht Hobby Schürfern überlassen. Modernes Equipement findet ja bald die Nadel im Heuhaufen. Nur sollte erst mal ein Haufen dazu da sein.

  • EMM am 25.08.2016 21:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Gold Zug

    Ich wette, dass der Zug schon ausgeraubt wird, bevor der Zug Öffentlich ((gefunden)) wird.