Taifun

11. Juli 2014 09:42; Akt: 11.07.2014 09:54 Print

Neoguri verschont AKW Fukushima

Die Befürchtungen, dass der Taifun die Arbeiten gegen das kontaminierte Kühlwasser erschwert, haben sich nicht bestätigt. Neoguri hat sich zu einem Tropensturm abgeschwächt.

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Im Südwesten Japans gab es am 10. Juli die ersten Todesopfer. Teile einer zerstörten Brücke, ein Transporter und massenhaft Treibgut liegen im Flussbett des Nashizawa bei Nagano. Sintflutartiger Regen und starker Wind: Passanten in Kawasaki kommen am nur mühsam voran. Betroffen sind auch weitere beliebte Ferieninseln wie hier auf der Insel Okinawa. Der Taifun «Neoguri» sorgte im Ort Uruma für Zerstörung. Die Behörden warnen vor Erdrutschen. Beschädigte Fisch-Käfige an der Küste der südkoreanischen Insel Jeju. Meterhohe Wellen prallten auf die Ostküste Südkoreas. Eine verlassene Strasse auf Okinawa. Am Dienstag, 8. Juli, traf der gewaltige Taifun Neoguri auf die südwestjapanische Inselregion. Eine halbe Million Bewohner wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. In Naha auf Okinawa hat der Taifun mehrere Bäume gefällt. «Neoguri» bewegte sich am Dienstagmittag (Ortszeit) mit einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern in der Stunde über dem Meer weiter in Richtung Norden. Die Windgeschwindigkeit nahe des Zentrums betrug mehr als 250 Kilometer pro Stunde. Die Schiffe, die im Hafen von Itoman auf der Insel Okinawa festgemacht sind, müssen den heftigen Winden trotzen. Frauen kämpfen am 8. Juli 2014 in der Stadt Naha auf Okinawa gegen die heftigen Regenschauer. Schiffe werden befestigt und in Sicherheit gebracht. Starke Winde werden in der Stadt Naha auf der japanischen Insel Okinawa erwartet. So zieht der Super-Taifun über Japan. Der Taifun «Neoguri» von einem Satelliten aufgenommen.

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Der deutlich abgeschwächte Tropensturm Neoguri ist am Freitag am havarierten Atomkraftwerk Fukushima vorbeigezogen. Wie ein Sprecher des AKW-Beteibers Tepco sagte, konnte an der Anlage normal gearbeitet werden.

Es war befürchtet worden, dass die Regenfälle den Kampf gegen das kontaminierte Kühlwasser erschweren könnten. Neoguri verlor aber auf seinem Weg vom Süden in den Norden des Landes an Kraft und wurde von einem Wirbelsturm auf einen Tropensturm herabgestuft.

Die Behörden mahnten die Bevölkerung im Norden des Landes aber weiter zur Achtsamkeit, da der andauernde Regen den Boden aufgeweicht habe und somit Gefahr von Erdrutschen bestehe.

Über 60 Verletzte

Neoguri hält Japan seit Wochenbeginn in Atem. Schwere Regenfälle hatten Überflutungen und Erdrutsche ausgelöst. Fast 700 Häuser wurden beschädigt oder zerstört.

Hunderttausende Menschen waren aufgerufen, Zuflucht in Schutzräumen zu suchen. Nach übereinstimmenden Berichten starben mehr als sieben Menschen an den Folgen des Unwetters. Mehr als 60 wurden verletzt.

Seit Neoguri in der Nacht zu Donnerstag die südlichste der vier japanischen Hauptinseln traf, liess seine Kraft immer weiter nach. Die maximalen Windgeschwindigkeiten fielen am Freitag auf unter hundert Kilometer pro Stunde. In der Hauptstadt Tokio konnten Wind und Regen der Morgengeschäftigkeit schon nichts mehr anhaben. Züge und Flugzeuge verkehrten im Grossraum Tokio ohne Einschränkungen. Das Sturmtief zog in Richtung Pazifik weiter.

(sda)