«Die Unsterblichen»

04. März 2012 10:55; Akt: 04.03.2012 10:56 Print

Neonazis nutzen Schweizer Server

Die militante deutsche Neonazi-Gruppierung, die «Unsterblichen», bei der die Hamburger Polizei am vergangenen Freitag Sprengstoff und Waffen gefunden hat, nutzt Server in der Schweiz.

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Die Neonazis zogen mit Fackeln und einem Transparent mit der Aufschrift «Kein Vergeben, kein Vergessen, 13. Februar 1945» durch Hombrechtikon.

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Die militante deutsche Neonazi-Gruppierung «Die Unsterblichen» findet immer mehr Anhänger. Vieles deutet zudem darauf hin, dass der rechtsextreme Fackelaufmarsch in Hombrechtikon (ZH) vom 13. Februar in Zusammenhang mit der neuen Organisation steht, schreibt die «SonntagsZeitung».

In Deutschland marschierten sie alleine in den letzen Monaten über 20 mal auf. Der deutsche Verfassungsschutz ist alarmiert, die Behörden gehen hart gegen die Bewegung vor. Seit Anfang Jahr fanden in sieben Bundesländern Razzien statt.

Den Hintermännern der Organisation dienen die zwei Internetseiten «spreelichter.info» und «werde-unsterblich.info» als Schaltzentralen, wie aus einem Bericht des brandenburgischen Verfassungsschutzes hervorgeht. Beide Plattformen sind beim Anbieter «Softronics» in Jona (SG) registriert, unweit von Hombrechtikon. Die Firma stellt ihren Zugang zum Internet über das Netz der UPC Cablecom sicher.

Cablecom hat reagiert

«Wir sind mit dem betroffenen Unternehmen in Kontakt getreten», sagt Cablecom-Sprecher Andreas Werz. Den Fall habe man zudem an die interne Abteilung weitergeleitet, die mit dem Bundesamt für Polizei (fedpol) in Kontakt stehe. Der Provider Softronics will die Seiten laut eigenen Angaben prüfen.

Die Aufmärsche der Unsterblichen laufen immer nach dem gleichen Muster ab. Weiss maskiert, schwarz gekleidet und mit brennenden Fakeln marschieren sie im Schutz der Dunkelheit unangemeldet auf. Der Spuk dauert oft nur wenige Minuten, die Polizei kommt meist zu spät.

So wie in Hombrechtikon, als rund 50 Neonazis mit einem unbewilligten Fackelmarsch an die Opfer der Bombardierung der Stadt Dresden während des Zweiten Weltkrieges gedenkten. In einem Forum deutscher Neonazis tauchten unter dem Titel «die Unsterblichen» jetzt Bilder der Aktion auf. Laut einem Mitglied der Szene soll die Kundgebung an der Goldküste als Startschuss für die Bewegung in der Schweiz gedient haben.

(mbu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dominik Wermuth am 04.03.2012 17:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Demokratie

    Solange die nur mit Fackeln durchs Dorf laufen, sollen sie doch. Die zerstören wenigstens nichts, verprügeln keine Politiker (Fehr), oder rufen "Bomben auf Bettwil" Sprüche, wie unsere lieben linken JuSo-Schwarzblock Chaoten.

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  • toine us züri am 04.03.2012 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Und was

    benutzen die linken Chaoten?

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  • roger staub am 04.03.2012 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    hmmm

    mag ja sein dass es verbote ist, doch wurde weder jemand verletzt noch irgendetwas beschädigt! interessant...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dominik Wermuth am 04.03.2012 17:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Demokratie

    Solange die nur mit Fackeln durchs Dorf laufen, sollen sie doch. Die zerstören wenigstens nichts, verprügeln keine Politiker (Fehr), oder rufen "Bomben auf Bettwil" Sprüche, wie unsere lieben linken JuSo-Schwarzblock Chaoten.

    • Ironirie am 04.03.2012 18:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Glatzen

      Ja richtig, keine Zerstörung, kein Wandalismus, ich glaub wir haben ernsthaftere Probleme als die par "Glatzen"

    • Peter Kreisch am 04.03.2012 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt.

      Wie recht du hast!!! Stimmt alles zu 100% was du geschrieben hast.

    • Levis Golem am 05.03.2012 09:28 Report Diesen Beitrag melden

      Naiv

      Natürlich, es bleibt selbstverständlich bei den paar Fackelmärschen. Nach 1933 ist schliesslich auch nichts nennenswertes mehr passiert (Ironie). Ich kann nicht verstehen, wie sowas toleriert werden kann! nazis haben den Genozid im Programm!

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  • zu schauer am 04.03.2012 15:35 Report Diesen Beitrag melden

    Warum ist die Seite noch erreichbar?

    So kann man auch auf sich als Webhoster aufmerksam machen. Erbärmlich!

    • Dani am 04.03.2012 17:27 Report Diesen Beitrag melden

      @ zu schauer

      Diese Seite ist noch erreichbar, weil dort nichts illegales passiert. So einfach! Was ist denn mit "antifa" und dergleichen? Die sind alles andere als zimperlich!!

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  • Simon D. am 04.03.2012 13:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "Fankultur"

    Für mich unverständlich warum man da gleich so restriktiv reagiert. Ein unbewilligter, friedlicher Fackelzug während ein paar Minuten? Wenn man bedenkt, dass jedes Wochenende an Fussballspielen Sachbeschädigungen passieren und Steine gegen die Polizei fliegen, frage ich mich schon was denn jetzt gefährlicher ist.

    • Stergi am 04.03.2012 16:11 Report Diesen Beitrag melden

      Neonazi-"Fans" ungefährlich?

      Sorry, Simon, aber weisst du überhaupt was Neonazis sind? "Fans" von der grössten Menschenlebenvertilgungsmaschinerie, die es je gegeben hat. Nie zuvor und danach wurde Menschen "industriell" ausgerottet. Und du hälst das für unbedenklich? Tststs, was für ein Kleingeist muss man sein, was für eine menschenunwürdige Haltung muss man haben. Oder schlichtweg keine Ahnung von den Taten der Vergangheit.

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  • toine us züri am 04.03.2012 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Und was

    benutzen die linken Chaoten?

    • Geschichtslehrer am 05.03.2012 09:30 Report Diesen Beitrag melden

      Nimm ein Buch in die Hand

      Rechts- und Links ist natürlich das selbe, ist klar lies mal ein Geschichtsbuch und informier dich genauer über die Theorie der Ideologien!

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  • Roli seiler am 04.03.2012 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation an die Cablecom

    Immerhin in dieser Sache macht die Cablecom mal etwas richtig