05. April 2005 13:47; Akt: 05.04.2005 13:51 Print

Neonazis wegen Attentatsplänen verurteilt

Wegen eines geplanten Bombenanschlags auf das neue Münchner Jüdische Zentrum sind fünf Neonazis zu Bewährungsstrafen verurteilt worden.

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Die Strafen bewegen sich zwischen einem Jahr und vier Monaten sowie einem Jahr und zehn Monaten. Dieses Urteil verkündete das Bayerische Oberste Landesgericht nach sechsmonatigem Prozess in München.

Die drei Frauen und zwei Männer haben sich nach Überzeugung des Gerichts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung beziehungsweise deren Unterstützung schuldig gemacht. Einer der Angeklagten wurde wegen illegaler Beschaffung von Sprengstoff und Waffenbesitzes verurteilt.

Bei dem Prozess ging es um einen geplanten Bombenanschlag der rechtsextremistischen «Kameradschaft Süd» auf die Grundsteinlegung für das Jüdische Zentrum am 9. November 2003. Gegen den mutmasslichen Rädelsführer Martin Wiese läuft ein Parallelverfahren.

(ap)