Kalifornien

26. März 2009 15:26; Akt: 26.03.2009 15:34 Print

Obdachlose müssen Zelte verlassen

Eine Zeltstadt von Obdachlosen in Sacramento, die der kalifornischen Hauptstadt weltweite Medienaufmerksamkeit bescherte, soll bis Ende April geschlossen werden.

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Gouverneur Arnold Schwarzenegger sagte der Stadtverwaltung am Mittwoch Unterstützung dabei zu, die rund 150 Bewohner in Notquartieren oder Übergangsheimen unterzubringen. Er wolle versuchen, Mittel dafür freizumachen.

Journalisten aus aller Welt hatten die Ansammlung von Zelten und Planen am Ufer des American River am Stadtrand von Sacramento besucht, nachdem die «Oprah Winfrey Show» vorigen Monat darüber berichtet hatte. In manchen Meldungen hiess es, dort lebten tausend oder noch mehr Opfer der Rezession, die Arbeit, Ersparnisse und Wohnung verloren hätten. Obdachlosenhelfer erklärten dagegen, das Lager existiere schon seit Jahren und habe rund 150 Bewohner. Die meisten von ihnen zählten zu der ständig obdachlosen Einwohnerschaft von Sacramento.

Die 476 000 Bürger zählende Stadt schätzte die Zahl ihrer Obdachlosen voriges Jahr auf rund 2700. In ganz Kalifornien sollen rund 160 000 Menschen ohne feste Bleibe sein. Schwarzenegger räumte ein, Obdachlosigkeit sei landesweit ein chronisches Problem, für das noch niemand die richtige Lösung gefunden habe. Er habe Präsident Barack Obama schriftlich um beschleunigte Auszahlung von 180 Millionen Dollar aus dem Konjunkturpaket gebeten, um damit unter anderem die Obdachlosigkeit zu bekämpfen.

(ap)