Höhlendrama in Thailand

06. Juli 2018 20:23; Akt: 06.07.2018 23:06 Print

Elon Musk will bei Rettung der Buben helfen

Die zwölf Jugendlichen und ihr Trainer werden in den nächsten Stunden nicht evakuiert. Weil sie nicht tauchen können.

Bildstrecke im Grossformat »
In einem neuen Video wird die Rettung der Buben aus der Höhle gezeigt. (11. Juli 2018) Mit Tragen werden die Buben aus der Höhle gehieft. Insgesamt waren rund 1000 Helfer im Einsatz, um die Buben aus ihrer misslichen Lage zu retten. Am Mittwoch wurden die ersten Fotos von den geretteten Buben im Spital in Chiang Rai veröffenlicht. Amtsarzt Thongchai Lertvilairattanapong hob ihren «sehr guten mentalen Zustand» hervor. «Das ist wahrscheinlich deshalb, weil sie die ganze Zeit gemeinsam als ein Team verbrachten, wo einer dem anderen hilft», sagte er. «Alle von ihnen sind bei guter körperlicher Gesundheit, ohne irgendein Fieber oder schwere Infektionen. Nur drei von ihnen haben leichte Lungenentzündungen», sagte Thongchai. Die ganze Gruppe würden bis zu eine Woche im Spital bleiben, um ihre weitere Behandlung sicherzustellen. Die Familienangehörigen können die Buben durch die grossen Fenster sehen. Jetzt besteht Gewissheit: Sie haben es geschafft. Polizisten schirmen die zuletzt aus der Höhle Geretteten mit Schirmen von der Öffentlichkeit ab. Die Buben werden mit dem Helikopter in ein nahes Spital geflogen. (10. Juli 2018) Rettungskräfte laufen zum Höhleneingang. (10. Juli 2018) Pflegekräfte des Spitals, in dem die geretteten Buben versorgt werden, während einer Pressekonferenz. (10. Juli 2018) «Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut»: Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums informieren über den Zustand der Buben nach ihrer Rettung. (10. Juli 2018) Journalisten aus aller Welt berichten über das Höhlendrama in Thailand: Mittlerweile sollen über 1000 Medienvertreter angereist sein. (10. Juli 2018) Thai-Soldaten laufen auf den Höhleneingang zu. (10. Juli 2018) Der thailändische Premierminister Prayut Chan-o-cha besucht Familienangehörige. (9. Juli 2018) «Gebete für eine sichere Rückkehr»: Schulkinder in ganz Thailand hoffen und beten für die noch in der Höhle eingeschlossenen Mitglieder der Fussball-Mannschaft. Polizisten sperren die Zufahrt zu einem Spital in der Nähe des Höhlen-Areals ab. Ein Rettungswagen verlässt das abgesperrte Areal. An Bord soll der fünfte gerettete Junge sein. Einsatzkräfte transportieren eine Trage zum Rettungshelikopter. Der aus der Höhle befreite Junge wird von den Einsatzkräften abgeschirmt. Die nächsten zwei Helikopter stehen schon auf dem Areal nahe der Höhle bereit. Polizisten bewachen den Eingang zum Spital, in dem die ersten geretteten Kinder medizinisch versorgt werden. Ein Mini-U-Boot in «kindgerechter Grösse» aus dem Hause Space X wird in Kalifornien getestet. Firmenchef Elon Musk hat Thailands Behörden Unterstützung angeboten und brachte das U-Boot als Rettungshilfe ins Gespräch. Die Rettungsaktion wird fortgesetzt: Polizisten sperren die Zufahrtsstrasse zur Höhle ab. (9. Juli 2018) Einer der geretteten Buben wird am Sonntag in einer Trage zu einem Helikopter getragen. Rettungskräfte bringen einen der Geretteten zur Ambulanz. Vorerst konnten vier der insgesamt zwölf Buben gerettet werden. Die anderen acht und ihr Trainer mussten weiter in der Höhle verharren. Das Medieninteresse in Nordthailand ist riesig. Über die Rettung der zwölf Buben und ihres Fussballtrainers wird auf der ganzen Welt berichtet. Für medizinische Betreuung ist gesorgt. Zudem hat das ... ... Spital in Chiang Rai eine ganze Etage für die Buben reserviert. Die Rettungsaktion hat am Sonntagmorgen begonnen: Thailandische Polizeibeamte sperren das Gebiet ab. Gemeinsam für die Rettung: «Wir, die Thai- und internationalen Teams, vereinen unsere Kräfte, um die Jungs nach Hause zu holen», heisst es am Sonntag auf der Facebook-Seite Navy Seal Thailand. Thailändische Einsätzkräfte überprüfen eine Ortskarte zur Rettung des Fussballteams und seines Trainers. Sauerstoffflaschen werden zur Höhle gebracht. (8. Juli 2018) Zuvor wurde das Gelände vor der Höhle für alle nicht an der Rettungsaktion beteiligten Personen gesperrt. (8. Juli 2018) In und vor der Höhle tut sich was: Rettungskräfte waten durchs Wasser. (7. Juli 2018) Vom Eingang der Höhle bis zu den eingesperrten Jugendlichen braucht ein erfahrener Taucher fünf Stunden. (7. Juli 2018) Rettungstruppen der Thai Navy Seal versuchen alles, um die eingeschlossenen Jugendlichen und ihren Trainer aus der Höhle zu befreien. Gemäss dem Militär eilt es, die Jungen zu befreien. Ein Ex-Angehöriger der thailändischen Spezialeinheit Navy Seals sei bei einem Tauchgang aufgrund von Sauerstoffmangel gestorben, teilten die Behörden mit. Rettungsaktion forderte ein Todesopfer: Mitglieder der thailändischen Spezialeinheit Navy Seals. Entspannter als vor einem Tag: Die Fussball-Jungs grüssen in die Kamera. (3. Juli 2018) Einer geht dabei vergessen, was Gelächter auslöst. Die mühsame Rettungsaktion ist mit der Entdeckung der Vermissten aber noch nicht vorbei, weil immer noch Teile der Höhle überflutet sind. Endlich gefunden: Die 13 Jugendlichen harren seit neun Tagen in der Höhle im Norden Thailands aus. (2. Juli 2018) Die Familienangehörigen vor der Höhle sind erleichtert über die frohe Botschaft. (2. Juli 2018) Nach neun Tagen des Bangens sind die in einer überfluteten Höhle vermissten Jungen einer Fussballmannschaft und ihr Trainer «unversehrt» von den Rettungsmannschaften entdeckt worden. (2. Juli 2018) Die thailändische Armee veröffentlichte ein Foto, das die Gesuchten in der Höhle zeigt. (2. Juli 2018) Ein glückliches Familienmitglied zeigt auf einem Tablet ein Bild der gefundenen Mannschaft. Die Retter sind zuversichtlich, dass die Vermissten am Leben sind. Daraufhin wurden vor dem Höhleneingang Schuhe und Velos der Jungen gefunden. Die Velos der Jugendlichen. Angehörige beten vor dem Eingang der Höhle. Auch die Armee ist beteiligt am Rettungseinsatz. In der Region waren in den vergangenen Tagen heftige Monsunregen niedergegangen, so dass die Höhle sich schnell mit Wasser gefüllt hatte. Warum die Gruppe die Höhle in der nordthailändischen Provinz Chiang Rai betrat, ist bisher nicht bekannt. Steigende Wasserstände erschweren die Suche. Eine Woche nach dem Verschwinden der Jugendlichen und deren Trainer machen Taucher Fortschritte bei der Suche. (30. Juni 2018) Der Hightech-Pionier Elon Musk hat seine Hilfe bei der Rettung der Jungen angeboten.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der High-Tech-Pionier Elon Musk hat seine Hilfe bei den Rettungsbemühungen für die in einer thailändischen Höhle festsitzende Fussballmannschaft angeboten. Der US-Unternehmer teilte am Freitag per Twitter mit, er habe Teams seines Raumfahrtunternehmens SpaceX und seiner Ingenieurfirma Boring in das südostasiatische Land entsandt. Boring ist auf Tunnelbau spezialisiert.


Die entsandten Ingenieure beider Firmen sollten vor Ort schauen, ob sie «hilfreich» sein könnten, schrieb Musk. Es gebe bei den Rettungseinsätzen wahrscheinlich viele Komplikationen, «die sich schwer einschätzen lassen, wenn man nicht vor Ort ist». Der Unternehmer erläuterte, seine Spezialisten sollten erkunden, wie sich Wasser aus dem Tunnel heraus- oder Luft hineinpumpen lasse.


Die zwölf Fussballer im Alter zwischen elf und 16 Jahren waren am 23. Juni mit ihrem 25-jährigen Trainer in die Tham-Luang-Höhle Höhle gegangen, kurz danach wurde diese durch anhaltenden Monsunregen weitgehend überflutet. Am Montag wurden sie nach neuntägiger Suche unversehrt gefunden und mit Lebensmitteln versorgt.

In der Folge wurden drei Möglichkeiten zu ihrer Rettung genannt: der riskante Tauchgang durch das schlammige Wasser in der Höhle, das Verlassen der Höhle durch einen alternativen Ausgang, der noch gefunden oder gebohrt werden müsste oder das Abwarten der Jungen in der Höhle bis zum Ende der Monsunzeit in einigen Monaten.

Zeitfenster für Rettung «begrenzt»

Allerdings machte inzwischen ein Vertreter der thailändischen Marine deutlich, dass das Zeitfenster für die Rettung der Jungen «begrenzt» sei, sie also wohl doch nicht das Ende der Monsunzeit abwarten können. Nach diesen Angaben ist der Sauerstoffgehalt in der Höhlenkammer, in der sich die Fussballmannschaft aufhält, gefallen.

Die Rettungsbemühungen erhielten zudem einen Rückschlag dadurch, dass einer der als Taucher eingesetzten Helfer ums Leben kam. Der freiwillig an den Einsätzen teilnehmende frühere Marinesoldat ertrank auf dem Rückweg aus der Höhle, wie die Behörden mitteilten. Er hatte am Aufbau einer Sauerstoffleitung zu der Fussballmannschaft mitgearbeitet.


Chronik zum Höhlendrama in Thailand: Die Bergung der jugendlichen Fussballer in der Höhle von Thailand ist ein Wettlauf gegen die Zeit. (Video: Tamedia/Storyful und AFP)

(chi/afp)