06. April 2005 14:24; Akt: 06.04.2005 14:27 Print

Papst-Begräbnis wird vier Stunden dauern

Das Begräbnis für Papst Johannes Paul II. wird etwa vier Stunden dauern, in der Zeit dürfte Rom still stehen.

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Die Trauerfeierlichkeiten beginnen aber bereits am Donnerstag um 21.00 Uhr mit einer Prozession für katholische Jugendliche.

Zur Prozession von der Lateranbasilika bis zum Circo Massimo hat die italienische Bischofskonferenz geladen. Um 22.00 Uhr wird die Peterskirche, wo der Leichnam des Verstorbenen aufgebart ist, gesperrt, um den Dom für das Begräbnis vorzubereiten.

Die Staats- und Regierungschefs, die dazu nach Rom reisen, werden am Donnerstagabend dem Papst die letzte Ehre erweisen, berichtete am Mittwoch der für päpstliche Liturgie zuständige Bischof Piero Marini in Rom.

Letzte Empfehlung und Grabrede

Die Trauerzeremonie auf dem Petersplatz zelebriert der deutsche Kurienkardinal Joseph Ratzinger. Er wird dabei von mehreren Kardinälen und von den Patriarchen der Ostkirchen unterstützt. Der Sarg mit dem Papst wird auf dem Petersplatz zu sehen sein.

Am Ende der Messe gibt es ein spezielles Ritual: die «Ultima Commandatio» (letzte Empfehlung) und das «Valedictio» (Grabrede). Die Zeremonie wird zirka drei Stunden lang dauern.

Anschliessend wird der Sarg in Begleitung von wenigen hohen Kurienvertretern in den Petersdom und anschliessend in die Krypta (Vatikanische Grotten) gebracht. Der Sarg hat drei Wände aus Zypressen- und Nussbaumholz sowie Zink.

Er wird in der seit 2001 leeren Nische von Johannes XXIII., dessen Leichnam in einen gläsernen Sarg in der Hauptkirche umgebettet wurde, in die Erde gesenkt. Die Beisetzungszeremonie werde ungefähr eine halbe Stunde dauern, sagte Marini.

Mitra, Eisenhülle und Münzen

Vor der Versiegelung werden dem Leichnam die Mitra, eine Eisenhülle mit seinen Lebensdaten in lateinischer Sprache sowie ein Säckchen mit Silber- und Bronzemünzen - die während seines Pontifikats geprägt wurden - in den Sarg gelegt.

Johannes Paul selbst hatte 1996 in der Apostolischen Konstitution «Universi Dominici Gregis» die Organisation der Beerdigung und der anschliessenden Wahl eines neuen Papstes (Konklave) festgelegt.

(sda)