Vatikan

03. Juli 2014 17:35; Akt: 04.07.2014 13:03 Print

Papst anerkennt Teufels-Austreiber

Die Vereinigung der Exorzisten ist vom Vatikan als private rechtsfähige Gesellschaft anerkannt worden. Exorzismus sei ein befreiender Akt der Barmherzigkeit, sagt deren Präsident.

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Papst Franziskus ist ein Freund der Teufelsaustreiber. (Bild: Keystone/Jack Guez)

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Der Vatikan hat die in etwa 30 Ländern vertretene internationale Vereinigung der Exorzisten (AIE) offiziell als private rechtsfähige Gesellschaft anerkannt. Die für den Klerus zuständige Kongregation des Heiligen Stuhls hatte die Statuten der Vereinigung der etwa 250 Exorzisten bereits Mitte Juni gebilligt.

Die Bestätigung durch den Vatikan sei eine Freude nicht nur für die Mitglieder, sondern für die gesamte Kirche, wird der Präsident der Vereinigung, Padre Francesco Bamonte, im «Osservatore Romano» am Donnerstag zitiert. Exorzismus sei ein befreiender Akt der Barmherzigkeit.

Exorzismus in der katholischen Kirche ist keine gewaltsame Teufelsaustreibung, sondern der Versuch, Formen der Besessenheit mit einem religiösen Ritus anzugehen. Papst Franziskus hat mehrfach darauf hingewiesen, dass es das Böse und damit auch den Teufel sehr wohl auch heute gebe, ohne dabei direkt von Exorzismus zu sprechen.

Das katholische Nachrichtenportal kath.net spekulierte bereits im Mai 2013, ob der Papst selber Exorzismen betreibt. Als Beispiel nimmt kath.net dieses Video eines mutmasslichen Exorzismus, das einen an einen Rollstuhl gebundenen Mexikaner teilweise von seiner Krankheit geheilt habe. Der Mann kann angeblich wieder gehen.


Der Papst treibt einem Rollstuhlfahrer die Dämonen aus. (Quelle: Youtube/Leo Renna)

(pwe/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Milo Baechtold am 03.07.2014 17:45 Report Diesen Beitrag melden

    Der Teufel

    Und wer treibt endlich den Teufel in der katholischen Kirche aus?

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  • Agnostiker am 03.07.2014 19:06 Report Diesen Beitrag melden

    Zurück auf Feld eins

    Mit dieser Aktion hat der hochgelobte Pont. Max. seinen Bonus verspielt und sich selbst ins Abseits gestellt. Für alle fortschrittlichen Katholiken heisst es nun: Zurück auf Feld eins!

  • Sonusfaber am 03.07.2014 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Lächerlich!

    Aber nicht erstaunlich! Wie dem auch sei: Ernst zu nehmen ist auch dieser Papst nicht - nicht im Geringsten! Genauso wenig wie sein antiquiertes, mittelalterliches Weltbild!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Agnostiker am 03.07.2014 19:06 Report Diesen Beitrag melden

    Zurück auf Feld eins

    Mit dieser Aktion hat der hochgelobte Pont. Max. seinen Bonus verspielt und sich selbst ins Abseits gestellt. Für alle fortschrittlichen Katholiken heisst es nun: Zurück auf Feld eins!

  • Jorge am 03.07.2014 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte nachdenken

    Warim die vielen negativen Kommentare? Sollte jemand sehr gläubig sein kann ein Exorzismus vielleicht helfen. Diese Person muss ja nicht zwingend vom Teufel besessen sein. Es könnten psychische Störungen sein, die durch den Ritus und die Aufmerksamkeit zumindest abgeschwächt werden. Der Papst ist katholisch, also erwartet bitte nicht, dass er zum Protestanten wird...

  • Sonusfaber am 03.07.2014 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Lächerlich!

    Aber nicht erstaunlich! Wie dem auch sei: Ernst zu nehmen ist auch dieser Papst nicht - nicht im Geringsten! Genauso wenig wie sein antiquiertes, mittelalterliches Weltbild!

    • Enttäuschter am 03.07.2014 19:32 Report Diesen Beitrag melden

      Alles beim Alten

      Leider muss ich Ihnen recht geben. Meine Hoffnung dass mit diesem Papst ein neuer "Wind" durch die katholische Kirche wehen würde hat sich nun definitiv zerschlagen.

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  • Markus Knecht am 03.07.2014 18:47 Report Diesen Beitrag melden

    Logisch

    Wenn der Papst sagen würde dass es den Teufel nicht gibt und auch keine dämonen, dan wäre er doch sofort arbeitslos, den wos Engel und Gott gibts, gibts auch Teufel und Dämonen. Wenn er Sagen würde das es den Teufel nicht gibt, gäbe es auch kein Gott.

  • Freund Padre Pio's am 03.07.2014 18:34 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Exorzist

    Man sollte dieses Thema nicht kommentieren wenn man davon keine Ahnung hat. Das Thema ist sehr ernst. Ich führe seit 25 Jahren Exorzismen durch. Der extreme Harmonie-, und Wohlfühl-Esoterikboom ist ein Problem. Die Leute sind neugierig und lesen jeden quatsch und gehen in Seminare. Da wird propagiert das man alle und alles ins Licht führen soll. Ein Dämon wird aber nicht ins Licht gehen sondern will die menschliche Seele zerstören. Die beste Tarnung des Teufels ist die weitverbreitete Meinung dass es den Teufel nicht gäbe. Dort kann er unbemerkt arbeiten wie er will...

    • Noldi Schwarz am 03.07.2014 18:52 Report Diesen Beitrag melden

      Alles von der Kirche hausgemacht

      Gibt es denn den Teufel? Wie sieht er aus? Was treibt er? Wie erkennt man ihn? Muss ich religiös und erst noch katholisch sein, dass ich eine Chance habe mit dem Teufel in Kontakt zu kommen? Was muss ich dafür tun? Fragen über Fragen, aber auch die Kirche gibt keine konkreten Antworten. Den Menschen wird das Böse eingeredet, damit sie davon "befreit" werden können. Wie war das mit den Hexen? Ketzern? Alles von der Kirche hausgemacht. Und das erst noch im Namen des Herrn, des Barmherzigen. Alles klar?

    • Mensch am 03.07.2014 19:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ich denke einfach...

      dass 20 min nicht die richtige Plattform für solche Themen sein kann! Ich bin ganz deiner Meinung und habe viele Dinge gesehen... kannte Maria Simma, eine Seherin persönlich und weiss so Einiges über diese Thematik, die man besser ernst nehmen sollte oder aber schweigen! Ich finde auch, dass solche Themen nicht in die Boulevardpresse gehören, da sie wirklich zu ernst sind!

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