Machtlose Marine

17. Dezember 2008 08:50; Akt: 17.12.2008 09:36 Print

Piraten kapern weitere Schiffe

Somalische Piraten haben im Golf von Aden zwei weitere Schiffe gekapert. Der internationale Marineeinsatze konnte dies nicht verhindern.

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Bewaffnete hätten am Vortag einen 100 Meter langen Frachter der türkischen Reederei Isko Marine Shipping in ihre Gewalt gebracht. Dies berichteten türkische Medien am Mittwoch. Es ist bereits das dritte türkische Schiff, das in der Region in die Hände von Seeräubern gefallen ist.

Piraten kaperten im Golf von Aden ausserdem ein Schiff, das im Auftrag des französischen Energiekonzerns Total unterwegs war. Ein Hafenbeamter in der jemenitischen Stadt Mukalla sagte, der Schlepper habe den Hafen von Mukalla am Dienstag mit dem Ziel Malaysia verlassen.

Wenige Stunden später sei das Schiff von den Piraten angegriffen worden. Zur Zahl der Besatzungsmitglieder, die grösstenteils aus Südostasien stammen sollen, machte der Hafenbeamte keine Angaben. Das Schiff sei für den französischen Konzern gefahren, der in der südlichen Provinz Schabwa ein grosses Gas-Export-Projekt betreibe.

In dem Seegebiet haben Piraten in diesem Jahr dutzende Schiffe gekapert. Sie erpressen von den Regierungen der Herkunftsländer oder von den Schiffseignern hohe Lösegelder.

Die internationale Gemeinschaft will ihren Kampf gegen die Piraten verstärken. Der UNO-Sicherheitsrat hat am Dienstag in New York einstimmig eine Resolution verabschiedet, die ein Jahr lang internationale Einsätze gegen Piraten auch auf somalischem Gebiet erlaubt.

(sda)