Gericht entscheidet

18. Februar 2014 20:10; Akt: 19.02.2014 09:12 Print

Pistole zu gross – 70 000 Pfund für Polizistinnen

Zwei Polizistinnen klagten gegen ihren Arbeitgeber, weil die Pistolen für ihre Hände zu gross sind. Das Arbeitsgericht gibt ihnen recht.

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Diese Glock-17-Pistole war zu gross für die Hände der beiden Polizistinnen.

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Victoria Wheatley und Rachael Giles gehören zur bewaffneten Sonderpolizei, die Englands Nukleareinrichtungen bewachen. Innerhalb ihres Berufes müssen sie sich regelmässigen Schiesstests unterziehen – ein schlechtes Ergebnis könnte zur Kündigung führen.

Laut der «Daily Mail» beklagten sich die beiden Frauen mehrmals darüber, dass die dafür verwendeten Glock-Pistolen für ihre Hände zu gross seien, und baten um Waffen mit einem kleineren Griff. Ausserdem seien auch weitere Ausrüstungsteile wie zum Beispiel die Knieschoner und die Helme viel zu gross. Als die Vorgesetzten dieser Forderung nicht nachkamen, gingen Wheatley und Giles vor das Arbeitsgericht in London – wegen Diskriminierung.

Dieses Gericht befand die Polizeiorganisation Civil Nuclear Constabulary (CNC) nun für schuldig und verlangt eine Zahlung an die Geschädigten über 35 000 Pfund (rund 42 000 Franken) pro Person. Es wird erwartet, dass die Organisation in Berufung gehen wird.

(wed)