Dortmund

13. November 2014 16:47; Akt: 13.11.2014 16:55 Print

Politiker fordern Frauenquote für Ampeln

Gleichberechtigung auch im Strassenverkehr: Geht es nach SPD und Grünen, sollen in Dortmund altersschwache Ampelmännchen durch Ampelfrauen ersetzt werden.

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In Dortmund nehmen Politiker von SPD und Grünen die Gleichberechtigung von Mann und Frau sehr ernst. Wie «Spiegel Online» berichtet, fordern Politiker der beiden Parteien eine Frauenquote für Ampelfiguren in der Innenstadt der deutschen Ruhrgebiets-Metropole.

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Braucht es in der Schweiz auch eine Ampelfrau?
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Insgesamt 1848 Teilnehmer

Die Begründung des «Antrags zur Realisierung von Ampelfrauen» ist mehr als kreativ. So heisst es nicht nur, dass «durch die Gleichstellung von Frau und Mann eine teilweise Umrüstung von Ampelmännchen zu ‹Ampelfrauen› folgerichtig» sei. Zudem tragen Ampelfrauen nach Ansicht der Antragsteller zu mehr Verkehrssicherheit bei – schliesslich sei bei Rock tragenden Ampelfrauen die Leuchtfläche grösser.

Kritiker fürchten hohe Kosten

Deshalb sollen nach dem Willen von SPD und Grünen defekte Ampelmännchen durch eine weibliche Version ersetzt werden, bis die Ampelfrauen-Quote 50 Prozent erreicht hat. Die Umrüstung soll zwar kostenneutral erfolgen, Skeptiker fürchten jedoch, dass dies nicht funktionieren wird. Die Partei Die Linke regt gar an, eine «geschlechtsneutrale Alternative» zu entwickeln.

Dabei wäre Dortmund nicht die erste Stadt, in der die Ampelfrauen Einzug halten. In Dresden, Zwickau, Bremen und Magdeburg regeln bereits heute Ampelfrauen den Verkehr. Die weibliche Variante entstand laut «Spiegel Online» 2004 aus der Form des DDR-Ampelmännchens. Auch in der Schweiz wurden bereits Forderungen nach Ampelfrauen laut – vom Schweizerischen Verband für Frauenrechte.

(mlr)