Vor 17 Jahren verschwunden

13. September 2018 11:30; Akt: 14.09.2018 14:17 Print

Polizei durchsucht Häuser im Mordfall Peggy

Neue Spur im Fall des 2001 verschwundenen Mädchens aus Bayern. Ermittler haben in Peggys Heimatort eine Razzia durchgeführt und einen Mann vernommen.

2001 verschwand die neunjährige Peggy aus dem oberfränkischen Lichtenberg. Bis heute ist der wahre Täter nicht geschnappt worden. Nun gibt es offenbar Neuigkeiten. (Video: spot on news via Glomex)

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In dem seit Jahren für Rätselraten sorgenden Mordfall Peggy hat die Polizei in Franken neue Verdachtsmomente gegen einen 41 Jahre alten Mann. Dieser sei nach Durchsuchungen an verschiedenen Örtlichkeiten in Peggys Heimatort Lichtenberg und weiteren Objekten im Landkreis Wunsiedel polizeilich vernommen worden, teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth am Donnerstag mit. Im Anschluss an die Vernehmung sei der Mann aber entlassen worden.

Zum Inhalt der Aussage wurden keine Angaben gemacht. Die neuen Verdachtsmomente ergaben sich den Ermittlern zufolge aus dem Fund der sterblichen Überreste des seit 2001 vermissten Mädchens im Jahr 2016.

Die wissenschaftlichen Untersuchungen des am Fundort entdeckten Spurenmaterials hätten Verdachtsmomente gegen den 41-Jährigen ergeben, die durch weitere Ermittlungsschritte untermauert worden seien.

Vermeintlicher Täter freigesprochen

Die damals neun Jahre alte Peggy war im Jahr 2001 spurlos verschwunden, 2016 entdeckte ein Pilzesammler ihre sterblichen Überreste.

Pilzsammler findet Peggys Leiche

2004 und damit lange vor dem Fund der sterblichen Überreste war ein geistig behinderter Mann aus Lichtenberg wegen Mordes an dem Mädchen zu einer lebenslangen Haft verurteilt worden; in einem Aufsehen erregenden Wiederaufnahmeverfahren wurde er aber zehn Jahre später freigesprochen.

Peggys Heimatort Lichtenberg, eine der kleinsten Städte Deutschlands.

(afp)