Grossbritannien

16. August 2019 19:31; Akt: 16.08.2019 19:31 Print

Polizist (28) stirbt eine Woche vor Flitterwochen

Bei einem Einsatz westlich von London wird ein junger Polizist von Einbrechern brutal überfahren und stirbt. Vor einem Monat erst hatte er eine «Traumhochzeit» gefeiert.

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Der 28-jährige Polizist Andrew Harper ist am Donnerstagabend zu einem Einsatz in Sulhamstead westlich von London gerufen worden. Dort hätte er sich zusammen mit seinen Kollegen um einen Einbruch kümmern sollen. Er war der erste Beamte, der vor Ort eintraf – das sollte ihm zum Verhängnis werden.

Zeit, zu reagieren, blieb Harper nach seiner Ankunft am Tatort nicht. Sofort wurde er von einem Auto überfahren und mehrere Meter weit mitgeschleppt. Danach fuhr ein weiteres Fahrzeug erneut über ihn. Der junge Polizist war auf der Stelle tot.

24-stündige Kriminalitätswelle

Besonders tragisch ist dieser Vorfall, da Harper erst vor einem Monat eine «Traumhochzeit» gefeiert hat, wie seine Verwandten gegenüber der «Daily Mail» berichten. In einer Woche wäre er zusammen mit seiner Ehefrau in die Flitterwochen gefahren.

Nach dem Tod von Harper wurden zehn Männer festgenommen. Sie sind zwischen 13 und 30 Jahre alt, und es wird nun wegen Mordes gegen sie ermittelt. Der Polizeipräsident der Thames Valley Police zeigte sich zutiefst betroffen. «Wir sind schockiert, es war ein schwarzer Tag für die britische Polizei», sagte er.

Der Vorfall stellte das Ende einer 24-stündigen Kriminalitätswelle im südwestlichen London dar. Während dieser kurzen Zeit war ein Teenager erstochen worden, ein Familienvater war mit einem Schraubenzieher tödlich verletzt worden und ein weiterer Mann war vor dem Innenministerium mit einer Stichwaffe verwundet worden.

Boris Johnson drückt Mitgefühl aus

Der Premierminister Boris Johnson äusserte sich zum Vorfall. Auf Twitter schreibt er: «Ich bin tief schockiert und entsetzt über den Tod des mutigen Polizisten im Dienst in der vergangene Nacht im Thames Valley. Meine Gedanken sind bei Harpers Familie, Freunden und Kollegen in dieser schrecklichen Zeit».

In einem nächsten Tweet schreibt Johnson: «Es ist eine kraftvolle Erinnerung daran, wie sich die Polizisten im ganzen Land täglich in Gefahr bringen, damit wir in Sicherheit sind. Sie haben meine vollste Unterstützung.» Nebst Johnson zollen dem jungen Mann auch viele andere Twitter-Nutzer Tribut.

(doz)