Mexiko

02. März 2011 11:38; Akt: 02.03.2011 14:08 Print

Privater Ermittler sucht entführten Schweizer

Der Verbleib des entführten Schweizers in Mexiko, Olivier T., gibt immer noch Rätsel auf. Nun greift die Familie zu neuen Mitteln.

storybild

Olivier T. (links) bleibt verschwunden. (Bild: elgeneralpeñaloza)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Angehörigen des in Mexiko entführten Schweizers Olivier T. sind immer verzweifelter. Seit über zwei Monaten haben sie nichts mehr von dem Industriellen aus dem Berner Jura gehört. Nun engagierten sie einen privaten mexikanischen Vermittler.

«Wir haben immer noch keine Neuigkeiten von meinem Bruder», sagte die Schwester des Gekidnappten gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die Leere sei sehr schwer zu ertragen. «Ist er noch am Leben?», frage sie sich immer und immer wieder.

Beim Joggen verschwunden

Der 49-jährige Schweizer lebt seit fast 20 Jahren in der Stadt Cuernavaca, etwa anderthalb Autostunden von Mexiko-City entfernt, und hat dort ein Geschäft mit Schweizer Uhren aufgebaut. Er verschwand am 19. Dezember, als er in der Nähe seines Wohnhauses in einem Wald joggte.

Einen Tag später habe ein Geschäftspartner des Entführten einen Sack mit 10 000 Dollar auf einer Brücke deponiert. «Die Kidnapper flüchteten mit dem Geld, ohne meinen Bruder freizulassen. Seither haben wir nichts mehr von ihnen gehört», sagte die Schwester.

Der Vermittler soll demnächst einen Fahndungsaufruf in der Region um Cuernavaca organisieren. Auch soll er versuchen, mit den Entführern Kontakt aufzunehmen. «»Wir hoffen, er kann ein Lösegeld aushandeln, damit mein Bruder wieder zu uns zurückkehren kann», sagte die Schwester.

Auch das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ist laut eigenen Angaben in die Bemühungen für die Freilassung des Schweizers involviert.

(sda)