Aggressives Krokodil

28. Dezember 2011 10:15; Akt: 28.12.2011 11:44 Print

Rasenmäher rettet Zoowärter das Leben

Fünf Meter lang ist Elvis - und hungrig. Deshalb hat das australische Krokodil einen Tierpfleger attackiert. Den Appetit konnte das Reptil jedoch nicht stillen. Es erwischte bloss einen Rasenmäher.

Schlussendlich schmeckte er ihm dann doch etwas zu sehr nach Metall: Krokodil Elvis mit seiner Beute, dem Rasenmäher. (Quelle: Youtube)
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Unter Aufopferung eines Rasenmähers ist ein Zoowärter in einem australischen Reptilienpark am Mittwoch dem Angriff eines riesigen Krokodils entkommen. Das etwa fünf Meter lange und 500 Kilogramm schwere Tier Elvis sei aus seiner Lagune geschnellt und habe seinen Aufpasser Billy Collett bei der Grünpflege überrascht, sagte der Leiter des nördlich von Sydney gelegenen Australian Reptile Park, Tim Faulkner. Zwei Kollegen hätten gehört, wie Collett kurz aufgeschrien habe und dann davongerannt sei.

«Bevor wir richtig wussten, was geschieht, hatte das Krokodil den Rasenmäher über dem Kopf», sagte Faulkner. «Er bekam den oberen Teil des Geräts schliesslich mit dem Maul zu fassen und zog es mit zurück ins Wasser.» Die drei Kollegen konnten sich daraufhin alle in Sicherheit bringen. Die Pflege des Rasens allerdings musste auf unbestimmte Zeit verschoben werden - denn den Rasenmäher wollte das riesige Salzwasserkrokodil nicht wieder hergeben.

Erst als sich die Lage einigermassen beruhigt hatte, gelang es Collett, Elvis aus sicherer Position mit einem grossen Stück Kängurufleisch an das andere Ende der Lagune zu locken. Faulkner sprang daraufhin in voller Kleidung ins Wasser, um den schwer beschädigten Rasenmäher zu bergen.

«Schönes Souvenir»

Zuvor allerdings suchte der Parkleiter den Grund nach zwei etwa sieben Zentimeter langen Zähnen ab, die «Elvis» im Kampf mit dem Gerät verloren hatte. Die scharfen Beisser hätten früher oder später das Filtersystem zerstört, begründete Faulkner seinen riskanten Einsatz. Aber noch viel wichtiger: «Sie sind ein schönes Souvenir.»

Das Krokodil Elvis hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach seinen Pflegern aufgelauert. Bisher war es ihm jedoch nicht gelungen, bei einem seiner Vorstösse etwas zu erbeuten.

Bevor Elvis in den Australian Reptile Park kam, hatte er nördlich der Stadt Darwin Fischer angegriffen. Einmal in Gefangenschaft, setzte er sein aggressives Verhalten in einer Krokodilfarm gegen Artgenossen fort und tötete zwei weibliche Tiere. Seit 2008 ist Elvis in dem Park nördlich von Sydney in einem Einzelgehege.

(ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Markus Buser am 28.12.2011 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso aggressiv???

    Ist n Kroki, was erwartet Ihr sonst von dem Tier? Und Souvenir... dass dem Kerl nun zwo Beisserchen fehlen interessiert wohl niemanden.

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  • Antonietta/Tumminello am 28.12.2011 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    gegen Zoos

    Gefangen im Zoo - Wildtiere hinter Gittern: Die Argumente, mit denen die Existenz von Zoos gerechtfertigt wird, sind seit Jahren die gleichen: Es werde wissenschaftliche Forschung betrieben, eine weitere Aufgabe sei Bildung und Aufklärung der Besucher, außerdem könnten in den Zoos vom Aussterben bedrohte Tierarten gerettet werden, und schließlich würden die Tiere ja auch artgerecht gehalten. Die Realität sieht jedoch anders aus.

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  • Franz W. Seibold am 30.12.2011 03:33 Report Diesen Beitrag melden

    Schlechte Wahl

    Das Krokodil hat aber einen schlechten Geschmack. Ein TORO-Rasermäher wäre schon etwas mehr Wert gewesen als so eine billige Warenhausmarke von BRIGGS & STRATTON. Aber vielleicht war das ganze auch nur Show. Spass beiseite. Verständlicherweise hat man das Krokodil, was ja kein Haustier ist, in seinem ihm zugewiesenen Territorium gestört (und bedroht) . Jedes Tier versucht sich instinktiv zu wehren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Franz W. Seibold am 30.12.2011 03:33 Report Diesen Beitrag melden

    Schlechte Wahl

    Das Krokodil hat aber einen schlechten Geschmack. Ein TORO-Rasermäher wäre schon etwas mehr Wert gewesen als so eine billige Warenhausmarke von BRIGGS & STRATTON. Aber vielleicht war das ganze auch nur Show. Spass beiseite. Verständlicherweise hat man das Krokodil, was ja kein Haustier ist, in seinem ihm zugewiesenen Territorium gestört (und bedroht) . Jedes Tier versucht sich instinktiv zu wehren.

  • Moischi am 28.12.2011 14:46 Report Diesen Beitrag melden

    Lärm

    Ich raste auch immer aus, wenn mein Nachbar Rasen mäht.

    • Seja razoável am 28.12.2011 19:38 Report Diesen Beitrag melden

      Moischi

      Wie kann man auch nur wegen etwas ausrasten, das unausweichlich und notwendig ist. Liebst Du Dich überhaupt nicht?

    • Thomas am 29.12.2011 09:39 Report Diesen Beitrag melden

      @ Moischi,

      da gibt es eine viel bessere Variante als ausrasten, in dem du dir einige Kaninchen oder Schafe zutust, die Mähen dir den Rasen gerne ab und musst nicht mal das Geschnipsel wegmachen. Das was hinten rauskommt, kannst du gleich als Dünger verwenden. Auf einen saftig grünen Rasen. ;-)

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  • Markus am 28.12.2011 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr krokos

    Der Zürichsee könnte davon noch ein paar vertragen ;)

    • Thomas am 29.12.2011 22:02 Report Diesen Beitrag melden

      Besser ein Kroko als

      eine Schnappschildkrüte, denn die hat die bessere Beisskraft. Da ist sogar der Weisse Hai ein knabberer. ;-)

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  • Markus Buser am 28.12.2011 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso aggressiv???

    Ist n Kroki, was erwartet Ihr sonst von dem Tier? Und Souvenir... dass dem Kerl nun zwo Beisserchen fehlen interessiert wohl niemanden.

    • Anthony am 28.12.2011 13:53 Report Diesen Beitrag melden

      Zähne...

      Die Zähne von Krokodilen wachsen wieder nach. Jeder Zahn wird ca. alle zwei Jahre ersetzt. Die zwei fehlenden interessieren Elvis also nicht.

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  • Antonietta/Tumminello am 28.12.2011 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    gegen Zoos

    Gefangen im Zoo - Wildtiere hinter Gittern: Die Argumente, mit denen die Existenz von Zoos gerechtfertigt wird, sind seit Jahren die gleichen: Es werde wissenschaftliche Forschung betrieben, eine weitere Aufgabe sei Bildung und Aufklärung der Besucher, außerdem könnten in den Zoos vom Aussterben bedrohte Tierarten gerettet werden, und schließlich würden die Tiere ja auch artgerecht gehalten. Die Realität sieht jedoch anders aus.

    • Crocodile Dandy am 28.12.2011 12:54 Report Diesen Beitrag melden

      Antonietta

      Im Text steht aber, dass es auch in der Freiheit Fischer angegriffen hat und nachher im Zoo zwei weibliche Artgenossen umbrachte. Das ist kein typisches Verhaltensmuster. Nach meiner Meinung könnte man es als Handtaschenlieferanten kandidieren lassen

    • Stiwi Mut am 28.12.2011 13:13 Report Diesen Beitrag melden

      Freiheit für Widtiere

      Schade dass die nicht im Süsswsser leben sonst könnte man einige im Zürichsee in Freiheit setzen!

    • el pirata del sur am 28.12.2011 13:35 Report Diesen Beitrag melden

      Stiwi mut

      Gute Idee, Stiwi. Es handelt sich um eine Art, welche im Süsswasser lebt und an der Goldküste gibt es ja genügend Rasenmäher. Nur bei "Seegfrörni" müsste man jeweils einige Löcher ins Eis klopfen.

    • Mike Dundee am 28.12.2011 13:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Aufgepasst...

      @Stiwi Mut das Saltie (Leistenkrokodil) kann sehr wohl auch im Süßwasser angetroffen werden.

    • Susi am 29.12.2011 13:23 Report Diesen Beitrag melden

      Gute idee ;)

      In den Zürisee? Na da würde ich auch gleich zwei/drei Krokis spenden ;)))))

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