Australien

19. November 2019 15:21; Akt: 19.11.2019 15:21 Print

Buschfeuer hüllen Sydney in Rauch ein

Die Skyline der Metropole ist derzeit kaum sichtbar. Über 50 Brände lodern im Bundesstaat. Entspannung ist nicht in Sicht.

Gefährlich: Für Menschen mit Atemproblemen kann die schlechte Luftqualität zum Problem werden. Video: Tamedia
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Über Sydney hing am Dienstag ein dicker Rauchschleier, verursacht durch Buschbrände in der Umgebung der australischen Millionenmetropole. Die Behörden appellierten an die mehr als fünf Millionen Bewohner der Region, «vorsichtig» zu sein. Menschen mit Atemproblemen wurde empfohlen, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen.

Entspannung ist nicht ins Sicht. Für die nächsten Tage werden in den drei von den Bränden betroffenen Bundesstaaten weiterhin Temperaturen von bis zu 40 Grad und Windgeschwindigkeiten von bis zu 65 Stundenkilometern vorhergesagt. In Sydney war es am Dienstag 37 Grad heiss. In Australien beginnt gerade erst der Sommer.

Mehr als 138'000 Hektar abgebrannt

Allein im Bundesstaat New South Wales, zu dem auch Sydney gehört, wüten etwa 50 Feuer, 28 davon unkontrolliert. Insgesamt kämpften 1400 Feuerwehrleute gegen die Flammen. Der Brand, der Sydney am nächsten liegt, befindet sich im Nationalpark Wollemi am Gospers Mountain, etwa 100 Kilometer nordwestlich der Stadt. Dort sind laut Behörden bereits mehr als 138'000 Hektar abgebrannt.

Insgesamt sind bereits 1,6 Millionen Hektar Land von den Flammen betroffen, das entspricht über einem Drittel der Fläche der Schweiz (4,13 Millionen Hektar). Die Feuerwehr kämpft an einer Feuerfront von 6000 Kilometern Länge – das wäre die Distanz Schweiz–Indien.

Zur Bekämpfung der Flammen wurde aus Nordamerika eine umgebaute DC10 eingeflogen. Der Wasserbomber kann 38'000 Liter Wasser auf Feuerherde ablassen. Aus Neuseeland sind zusätzliche Feuerwehrleute zur Unterstützung der australischen Kollegen unterwegs.

Normalerweise beginnt die Zeit der Buschbrände in Australien erst im Dezember – dieses Jahr ging es schon im Oktober los. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Klimawandel das Problem verstärkt.

(jd/sda/ap)