07. April 2005 14:05; Akt: 07.04.2005 14:09 Print

Rega: Gönnerzahlen auf Höchststand

Dank schlechterem Wetter und damit weniger Freizeitaktivitäten haben die Rega-Retter im letzten Jahr weniger Einsätze fliegen müssen als im Rekordjahr 2003.

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Die Zahl der Gönnerinnen und Gönner ist um 2,9 Prozent gestiegen. Finanziell war das letzte Jahr für die Rettungsflugwacht Rega mit einem Ertragsüberschuss von 26,2 Millionen Franken erfolgreich, wie Roland Ziegler, Vorsitzender der Geschäftsleitung, am Donnerstag an der Jahres-Medienkonferenz in Dübendorf erklärte. Damit liege die Rega etwas über den langfristig für die Investitionen nötigen 25 Millionen Franken Überschuss pro Jahr.

Einsätze auf Niveau von 2002

2004 war für die Rega laut Ziegler ein «Normaljahr». Nachdem im Jahrhundert-Sommer 2003 eine Rekordzahl von Einsätzen nötig waren, wurde wieder das Niveau von 2002 erreicht. Ende Jahr habe das Seebeben in Südostasien die Rega dann aber «in bisher nie dagewesenem Ausmass beschäftigt». Im ersten Quartal 2005 war die Rega etwa gleich häufig aufgeboten worden wie im Vorjahr.

12 029 Einsätze wurden im letzten Jahr geflogen, 12,4 Prozent weniger als 2003. 8771 Mal kam ein Rettungshelikopter zum Einsatz (- 14 Prozent), 1136 Einsätze gab es mit Ambulanzjets oder Linienflugzeugen (-5,1 Prozent).

Stark um 22 Prozent zurückgegangen sind die Einsätze wegen Wintersportunfällen, die mit 1337 Fällen auch an der Spitze der Statistik liegen. Die 593 Bergunfall-Einsätze bedeuteten einen Rückgang um 23,8 Prozent. Je rund 8,5 Prozent weniger Flüge gab es wegen Verkehrsunfällen (1184) oder Arbeitsunfällen (808).

Bei den Repatriierungen habe sich die rückläufige Entwicklung der allgemeinen Luftfahrt und der internationalen Reisetätigkeit widerspiegelt, sagte Ziegler. Die Zahl der Rückführungen ging zwar zurück, die gesamte Flugdauer stieg jedoch um 9 Prozent.

Nicht jeder Notfall im Ausland führe zu einer Repatriierung, stellte Chefarzt Carlo Höfliger klar. 1369 Mal sei mit telefonischen medizinischen Beratungen oder dank der Vermittlung von örtlicher medizinischer Unterstützung erreicht worden, dass eine Rückführung nicht erforderlich war.

Bei Grossereignissen Belair-Flugzeug umrüsten

Der Tsunami-Einsatz vom 26. Dezember 2004 bis 13. Januar 2005 hat die Rega 1,2 Millionen Franken gekostet. Vier Einsätze erfolgten mit Ambulanzjets, neun mit Linienflugzeugen. Insgesamt wurden 67 Personen in die Schweiz geflogen.

Laut Höfliger hat sich gezeigt, dass bei einem solchen Grossereignis möglichst schnell möglichst viel Fachpersonal vor Ort gebracht werden müsse. Die Rückführungen hätten nicht Priorität. Neu hat die Rega mit der Fluggesellschaft Belair vereinbart, dass innert 48 bis 72 Stunden ein Grossraumflugzeug umgerüstet werden kann, um etwa 12 Patienten liegend transportieren zu können.

Gemäss Ziegler hat die stetige Aufwärtsentwicklung bei den Gönnerzahlen angehalten. Mit den 1,848 Millionen Mitglieder wurde ein neuer Höchststand erreicht. Die Zunahme beträgt 52 000 Personen.


(sda)