Wetter

13. Februar 2011 13:24; Akt: 13.02.2011 13:45 Print

Rekordlange Trockenperiode

In der Westschweiz, im Wallis, im Unterengadin sowie im Tessin ist es seit über einem Monat trocken - in Genf gab es das seit Jahrzehnten nicht mehr.

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Die lange Trockenperiode macht auch den Skifahrern zu schaffen. (Bild: Keystone)

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Die längste Regenpause verzeichnet zurzeit die Gegend um den westlichen Genfersee. Am Sonntag waren es 33 Tage her, seit es dort richtige Niederschläge gab - zum letzten Mal war am 11. Januar über ein Millimeter Regen gefallen. Es ist 20 Jahre her seit es um Genf ähnlich lange trocken blieb.

Trotzdem sind die Pegelstände des Genfersee nicht besonders tief, wie aus den hydrologischen Daten des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) hervorgeht. Am Sonntag lag der Pegel bei St-Prex auf 371,9 Meter über Meer, was über sogar dem langjährigen Mittel liegt. Das könnte mit dem warmen Wetter der vergangenen Tagen zusammenhängen.

Dank den milden Temperaturen schmilzt der Schnee, was sicherlich Auswirkungen auf die Pegelstände hat, wie eine Sprecherin von MeteoSchweiz sagte.

Gemäss dem aktuellen hydrologischen Bulletin des BAFU sind die Wasserstände der Schweizer Seen derzeit «überwiegend auf einem für die Jahreszeit üblichen Niveau». Einen eher tiefen Pegel haben der Neuenburgersee, Murtensee und Zürichsee. Sogar leicht erhöhte Wasserstände haben der Lago Maggiore und der Bodensee.

Länger trocken im Tessin

Trocken ist es auch im Tessin. Dort hat es seit nunmehr 34 Tagen nicht mehr geregnet, wie SF Meteo mitteilte. Im Tessin - und auch in den Südbündner Tälern - besteht deshalb Waldbrandgefahr. Lange Regenpausen sind im Süden aber nicht aussergewöhnlich. Die längste trockene Phase dauerte beispielsweise in Lugano 45 Tage.

In der Deutschschweiz wurde es am 20. Januar - vor 24 Tagen - zum letzten Mal richtig nass. Am Montag und Dienstag sind gemäss MeteoSchweiz in der Romandie und der Deutschschweiz Niederschläge zu erwarten, allerdings nur geringe. Im Tessin soll es am Mittwoch wieder regnen, respektive ab rund 900 Meter über Meer schneien.

Fast 10 Grad wärmer als üblich

Auch das zweite Februarwochende war ausgesprochen mild: Am Samstag stieg das Thermometer zum Teil auf über 13 Grad. Den höchsten Wert verzeichnete Vaduz mit 13,9 Grad. In Chur war es 13,5 und in Basel 13,4 Grad. Das sind fast 10 Grad mehr als Mitte Februar üblich, wie die Sprecherin von MeteoSchweiz sagte.

Am Sonntag war es verbreitet noch 8 bis 10 Grad. Die Nullgradgrenze lag am Wochenende auf 1800 Meter.

(sda)