Auto in Flammen

12. Dezember 2008 10:45; Akt: 12.12.2008 12:49 Print

Rettung in letzter Sekunde

Ein Auto ist in Beinwil am See (AG) nach einer Kollision mit einem Schneepflug in Flammen aufgegangen. Ein Automobilist konnte den 19-jährigen Fahrer aus dem brennenden Fahrzeug retten.

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(Bild: Kapo AG)

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Zu dem Unfall kam es am Freitagmorgen kurz vor 6.30 Uhr, als der 55-jährige Angestellte des Stassenunterhaltsdienstes mit dem am Lastwagen montierten Schneepflug bei einem Ausstellplatz wenden wollte. In diesem Augenblick sei auf der schnurgeraden Ausserortsstrecke von Mosen her ein von einem 19-jährigen Schweizer gelenkter Personenwagen herangefahren.

Das Auto sei in der Folge heftig gegen die Seite des wegfahrenden Lastwagens geprallt und durch die Wucht der Kollision gegen den linken Strassenrand und halbwegs auf die Gleise der Seetalbahn geschleudert worden. Dort habe das Auto sofort Feuer gefangen. Ein nachfolgender Automobilist habe angehalten und den 19-Jährigen gerade noch rechtzeitig aus dem Auto retten können. Der junge Mann wurde mit unbestimmten Verletzungen ins Spital gebracht. Vom Fahrzeug blieb nur noch ein ausgebranntes Wrack übrig. Auch am Lastwagen entstand beträchtlicher Sachschaden.

Seetalbahn während Stunden gesperrt

Weil das demolierte Auto in die angrenzenden Geleise ragte, musste der Betrieb der Seetalbahn zwischen Lenzburg und Luzern eingestellt werden. Zwischen Beinwil am See und Hitzkirch LU wurden Ersatzbusse eingesetzt. Auch die Strasse musste gesperrt werden.

Dies habe zu zusätzlichen Erschwernissen geführt, sagte SBB- Medienpsrecher Roman Marti. Weil die Ersatzbusse um den Hallwilersee herum geführt werden mussten, habe sich die Reisezeit um rund 30 Minuten verlängert. Um 11.30 Uhr konnte der Bahnbetrieb wieder aufgenommen werden. Vom Unterbruch betroffen waren 18 S- Züge.

Die Unfallursache sei noch unklar, heisst es in der Mitteilung der Polizei. Es würden Hinweise überprüft, wonach der Lenker des Autos mit übersetzter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sei. Vorsorglich sei eine Blut- und Urinprobe angeordnet worden.

(ap)