24. April 2008 16:23; Akt: 24.04.2008 16:32 Print

Rumänien verurteilt US-irakischen Terroristen zu zehn Jahren Haft

Ein Gericht in Bukarest hat den US-irakischen Geschäftsmann Mohammed Munaf heute in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft wegen Terrorismus verurteilt. Hintergrund des Falls ist die Entführung dreier rumänischer Journalisten 2005 im Irak.

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Die Journalisten kamen damals nach knapp sieben Wochen wieder frei. Munaf befindet sich seit dem Frühjahr 2005 in US-Gewahrsam in Bagdad. Er soll nach dem Vorwurf der rumänischen Staatsanwaltschaft zusammen mit dem Syrer Omar Hayssam die Entführung der Journalisten organisiert haben.

Munaf wurde ausserdem zur Zahlung von je zwei Millionen Euro Schmerzensgeld an jedes der drei Entführungsopfer verurteilt. Hayssam, der 2006 aus Rumänien geflohen war, ist bereits im Juni 2007 von einem rumänischen Gericht zu 20 Jahren Haft verurteilt worden.

Wegen seiner Verstrickung in die Entführung ist Munaf von einem irakischen Gericht zum Tode verurteilt worden. Das Urteil wurde noch nicht vollstreckt, da Munaf wegen seiner amerikanischen Staatsbürgerschaft in US-Gewahrsam ist.

(sda)