Brenzlige Situation

07. Juni 2019 16:19; Akt: 07.06.2019 16:19 Print

US-Kreuzer kollidiert fast mit russischem Zerstörer

Mit nur 15 bis 30 Metern Abstand kreuzten sich ein russisches und ein amerikanisches Kriegsschiff. Die Schuld an dem gefährlichen Manöver geben die Staaten dem jeweils anderen.

Hier stossen die Schiffe beinahe zusammen.
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Im westlichen Pazifik kam es beinahe zu einem Zusammenstoss zwischen einem russischen und einem amerikanischen Kriegsschiff. Die USS Chancellorsville und die Admiral Vinogradov kamen sich um kurz nach halb 7 Uhr russischer Zeit zwischen 15 und 30 Meter nah. Die Schuld geben sie sich gegenseitig.

Die Besatzung des russischen Schiffs sagt aus, dass das US-Schiff sie zu einem Notfall-Manöver gezwungen habe. Die Amerikaner bezeichneten das russische Schiff hingegen als «unsicher und unprofessionell», wie BBC berichtet. Die Russen seien Schuld an der brenzligen Situation und sollen ein gefährliches Manöver durchgeführt haben. Alles andere sei «Propaganda».

Zweite Fall innert weniger Monate

Wo sich der Beinahe-Zusammenstoss genau abgespielt hat, ist nicht klar. Die russische Pazifik-Flotte gibt an, dass es im südöstlichen Teil des Ostchinesischen Meers gewesen sei. Ausserdem habe das russische Schiff eine Protestnachricht an die USS Chancellorsville abgesendet.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein russisches und ein amerikanisches Kriegsfahrzeug zu nahe kommen. Im November flog ein russisches Flugzeug über dem Schwarzen Meer nahe an einem amerikanischen vorbei. Die USA nannte dieses Manöver «unverantwortlich», währen Russland von einer Verletzung des russischen Luftraums sprach.

(doz)