Tsunami-Gefahr

12. März 2011 00:12; Akt: 12.03.2011 00:12 Print

Schäden in Kalifornien

Nach dem verheerenden Beben in Japan haben Ausläufer des Tsunamis Schäden an der Küste Kaliforniens angerichtet. Zwei Meter hohen Wellen trafen auf die Stadt Crescent City. Rund 35 Boote und die meisten Anlegestellen im Hafen wurden zerstört.

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Nach einem starken Nachbeben wurde am 8. April 2011 im abgeschalteten Atomkraftwerk Onagawa ein Wasserleck entdeckt. Das Wasser stammt aus dem Becken der Reaktoren 1 und 2, in denen verbrauchte Brennelemente gelagert werden. Rund um den Reaktor sei keine erhöhte Strahlung gemessen worden. Der Meiler ist seit dem verheerenden Erdbeben vom 11. März abgeschaltet. Am 12. März 2011 ruft Japan den atomaren Notstand aus: Im Atomkraftwerk Fukushima 1 kam es möglicherweise zu einer Kernschmelze. Nach Angaben eines Experten des Geologischen Instituts der USA war das Beben vor der Küste Japans das stärkste in der Region seit beinahe 1200 Jahren. Natori City im Nordosten Japans nach der verheerenden Katastrophe. Zerstörte Häuser in Iwaki, nachdem die Tsunami-Welle über die Küste gefegt war. Häuser und Autos wurden durch die Monsterwelle in Kesennuma ins Meer getrieben. In Sendai wurde ein Grossteil des Flughafens überflutet, Autos und Flugzeuge wurden mitgerissen. In Tokio kam es am Abend zum Verkehrschaos. Gestrandete Personen ruhen sich in einer Hotellobby in Tokio aus. Züge und U-Bahnen waren nach dem Erdbeben in der Metropole ausser Betrieb. Eine Strasse in Yakubi wurde durch das Erdbeben massiv zerstört, Autos wurden mitgerissen. Die Tsunami-Welle schüttete den Flughafen von Sendai zu grossen Teilen zu. Die Häuser in der Nähe des Flughafens hielten der gewaltigen Flut nicht stand. Auch Natori City wurde vom Tsunami stark getroffen. Durch das Erdbeben geriet in Ichihara eine Ölraffinerie in Brand. Der Tsunami hat am 11. März 2011 nach einem heftigen Erdbeben der Stärke 8,9 die Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu getroffen. Durch den anschliessenden Tsunami wurden Autos, Schiffe und Häuser weggeschwemmt. In Sendai, im Osten Japans, überrollte die Tsunami-Welle ganze Häuserzeilen. Hier verschlingt die Tsunami-Welle Sendai. Ganze Landstriche - wie hier in Sendai - wurden von der massiven Welle überflutet. Durch den gewaltigen Tsunami kippten in Hachinohe City Schiffe, zahlreiche Autos wurden durch die Strassen gespült. In Mito City erdrückte eine eingestürzte Mauer dutzende Autos. Besorgte japanische Touristinnen verfolgen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul über einen Bildschirm die Ereignisse in ihrer Heimat. Eine Frau telefoniert auf den Strassen Tokios, nachdem Bürogebäude im Finanzdistrikt von Japans Hauptstadt evakuiert wurden. Das schwerste Erdbeben seit 140 Jahren hat massive Zerstörung über das Land gebracht. Hier eine Aufnahme aus Soma, Fukushima, im Norden Japans. In Tokios Finanzdistrikt haben sich Notfallteams aufgestellt. Aufnahmen aus der Region Fukushima, rund 200 Kilometer nördlich von Tokio, zeigen das Ausmass der gewaltigen Flutwelle. In Sendai stehen nach dem Erdbeben Gebäude in Flammen. Ein Tsunami hat am 11. März 2011 nach einem heftigen Erdbeben der Stärke 8,9 die Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu getroffen. In einer Hafenstadt wurden Autos, Schiffe und Häuser weggeschwemmt. Von einem Helikopter aus wurde der Tsunami gefilmt, der in der Provinz Niata in der Nähe der Stadt Sendai auf Land traf. Der Tsunami führte zahlreiche Trümmer mit. Darunter auch Autos und Schiffe. Sogar Feuer wurden mitgeschwemmt. Kurz darauf rollte bereits ein weiterer Tsunami heran. Nach dem sehr schweren Erdbeben war auch die Millionen-Metropole Tokio betroffen. Eine schwarze Rauchsäule stieg auf. In Ichihara ist ein Treibstofflager in Flammen aufgegangen. Das japanische Parlament in Tokio tagte gerade, als die Erde bebte. Premierminister Naoto Kan (Mitte vorne) war auch dabei. Reporter der Associated Press in Tokio gehen während des Erdbebens in Deckung. Pendler in Tokio gehen zu Fuss entlang den Geleisen.

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Experten schätzten die Schäden in einer ersten Kalkulation auf rund zwei Millionen Dollar. Tausende Einwohner an der Küste wurden nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde vorsichtshalber in Sicherheit gebracht. Vier Personen wurden den Behörden zufolge von einer Welle ins Meer gerissen, aber kurz darauf gerettet.

Für die Westküste der USA war nach dem Beben in Japan eine Tsunami-Warnung herausgegeben worden. Zuvor hatte der Tsunami bereits die zu den USA gehörenden Hawaii-Inseln erreicht. Ersten Berichten zufolge gab es dort aber keine grösseren Schäden.

«Die Modelle zeigen, dass die Wellen langsam schwächer werden. Wir hoffen, dass in zwei bis fünf Stunden alles vorbei ist», sagte Laura Fugione von der US-Wetter- und Klimabehörde.

Chile evakuiert 5000 Kilometer Küste

Angesichts der Tsunami-Gefahr bereitet sich auch die Westküste Südamerikas auf die Flutwellen vor. Chiles Regierung ordnete die Evakuierung eines 5000 Kilometer langen Küstenabschnitts an. Es wurden bis zu drei Meter hohe Wellen erwartet.

In Ecuador rief Präsident Rafael Correa den Notstand aus. Am Fernsehen forderte er die Bewohner des Andenlandes auf, sich in höheren Regionen in Sicherheit zu bringen.

Auf den Osterinseln vor Chile wurden ebenfalls Vorsichtsmassnahmen getroffen. An der Westküste von Mexiko wurden viele Häfen geschlossen.

In Oregon, Kalifornien und Washington wurden Einwohner in Küstennähe in Sicherheit gebracht. In Alaska löste der Tsunami an der Küste der Insel Shemya rund 1.900 Kilometer südwestlich von Anchorage eine etwa 1,5 Meter hohe Welle aus.

2-Meter-Welle in Hawaii

Zuvor hatte der Tsunami die Küste von Hawaii erreicht. Am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) erreichten etwa ein Meter hohe Wellen zunächst die Inseln Oahu und Kauai, wie das Pazifische Tsunami-Warnzentrum auf Hawaii bekannt gab. An der Küste Mauis erreichten die Wellen sogar eine Höhe von zwei Metern.

Im Badeort Waikiki bahnten sich die Wellen ihren weg über eine Schutzmauer und stoppten noch vor den dortigen Luxushotels. Zur Sicherheit wurden die Touristen in höhere gelegene Stockwerke ihrer Hotels gebracht.

Mini-Tsunami bricht an indonesischer Küste Mando

Knapp sieben Stunden nach dem Beben erreichte ein Mini-Tsunami mit einer Höhe von nur zehn Zentimetern die Küste Indonesiens. Nach Angaben des indonesischen Meteorologieamtes ist eine zweite, höhere Welle aber nicht auszuschliessen. Zuvor waren wegen entsprechender Warnungen Tausende Anwohner aus dem Küstenabschnitt im Nordosten Indonesiens panikartig geflohen.

Warnung für 20 Länder

Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum im US-Staat Hawaii gab eine Tsunami-Warnung für den Grossteil des Pazifikraums heraus. In Honolulu waren kurz nach Herausgabe der Tsunami-Warnung Sirenen zu hören. Einheimische und Touristen werden derzeit in höhere Lagen evakuiert.

Die Tsunami-Warnung gilt für mindestens 20 Länder rund um den Pazifik, einschliesslich der gesamten amerikanischen Westküste von Alaska bis zur Antarktis: Russland, Taiwan, die Philippinen, Indonesien, Papua Neuguinea, Australien, Neuseeland, Fidschi, Mexiko, Guatemala, El Salvador, Costa Rica, Nicaragua, Panama, Honduras, Chile, Ecuador, Kolumbien und Peru.

In Japan hat das Beben zu schweren Zerstörungen und einer bis zu zehn Meter hohen Flutwelle geführt. Auf der nordjapanischen Insel Hokkaido wurden Evakuierungen angeordnet. Die Menschen wurden aufgefordert, sich wegen anhaltender Nachbeben auf öffentlichen Plätzen in Sicherheit zu bringen, um nicht von Trümmern getroffen zu werden, wie der japanische Sender NHK auf seiner Webseite berichtete.

(kle/sda/ap)