Kinder im Internet

21. Juni 2011 15:26; Akt: 21.06.2011 16:14 Print

Schlechte Noten für Facebook & Co.

Eine Studie über den Schutz von Kindern in sozialen Netzwerken im Internet deckt viele Mängel auf. Nur gerade 2 von 14 Seiten verwehren Unbekannten den Zugang auf die Profile der Minderjährigen.

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Soziale Netzwerke im Internet schützen nach einer neuen EU-Studie Kinder oft nur mangelhaft. Nur 2 von 14 Seiten verwehren demnach unbekannten Nutzern standardmässig den Zugang auf die Profile der Minderjährigen.

Bei den zwei Seiten handle es sich um Bebo und MySpace, teilte die EU-Kommission als Auftraggeber der Studie am Dienstag in Brüssel mit. Unter den anderen zwölf getesteten Netzwerken seien SchülerVZ, Facebook und Netlog.

Die EU-Kommission monierte ausserdem, dass lediglich vier Websites gewährleisten, dass Minderjährige standardmässig nur von Freunden und nicht von Unbekannten kontaktiert werden können (Bebo, MySpace, Netlog und SchülerVZ).

«Grooming»-Risiko

Der Zugang zu den Profilen sowie die Möglichkeit der Kontaktaufnahme gelten als Risiken, weil sie unter anderem das so genannte Grooming ermöglichen. Dabei freunden sich Erwachsene mit Kindern an, um sie später sexuell zu missbrauchen.

Beim als Cyber-Bullying bekannten Vorgehen werden die Nutzer schikaniert, wozu unter anderem die im Internet veröffentlichten Daten dienen. «Jungen Leuten ist nicht ganz klar, welche Folgen die Online-Veröffentlichung persönlicher Daten haben kann», erklärte die für das Internet zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes.

Die genannten Sicherheitsvorkehrungen sind zwar freiwillig. Kroes will aber im Rahmen freiwilliger Selbstverpflichtungen Druck machen, dass alle Unternehmen sie einführen.


77 Prozent der 13- bis 16-Jährigen sind in sozialen Netzwerken aktiv

Die Studie zeigt neben den negativen Befunden auch funktionierende Sicherheitsvorkehrungen auf. So stellten 13 der 14 getesteten Websites (alle ausser Arto) Sicherheitsinformationen und angemessene Anleitungen extra für Minderjährige bereit. Auch wird verhindert, dass die Profile mit externen Suchmaschinen durchsucht werden können.

Gegenwärtig sind 77 Prozent der 13- bis 16-jährigen Internetnutzer in der EU in sozialen Netzwerken aktiv, bei den neun- bis zwölfjährigen Nutzern nennt die Studie 38 Prozent.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jamc am 21.06.2011 21:19 Report Diesen Beitrag melden

    Prävention ist äusserst wichtig

    Der Umgang mit den Internet gehört ganz klar zur Grundausbildung (i.e. Schule), je früher desto besser.

  • Piet am 21.06.2011 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Studie

    Ganz einfach, Kinder gehören auch nicht in solche pseudo-sozialen Netzwerke, da noch weniger IT-Wissen als viele Erwachsene. Erwachsene mit einer guten IT-Basis halten sich automatisch von solchen Datensammelzentren fern. Wer erinnert sich noch an das Bundes-Fichen gejammer, heute erstellen die meisten ihre Fichen gleich selbst. Geniale Gesellschaft, ganz im Sinne von G. Orwell.

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  • peter schmailzl am 14.07.2011 20:07 Report Diesen Beitrag melden

    Erwachsene müssen Kinder schützen

    Kinder und Jugentliche sollten im Umgang mit sozialen Netzwerken begleitet werden, dann ist eigentlich nichts daran auszusetzen. Wenn einmal ein Kind unvorsichtig ist, weisen Sie es bitte auf die Gefahren hin und versuchen Sie die Eltern zu benachrichtigen. Mich hat auch schon ein 8 Jähriger zum Geburtstag eingeladen, (ich bin 51) also hab ich die Eltern darüber informiert, wir haben ihn dann gemeinsam über die Gefahren aufgeklärt, und es wurde trotzdem ein schönes Fest für alle. Kinder und Jugendschutz, da müssen alle Erwachsenen zusammenhelfen, das gilt nicht nur im Internet.

Die neusten Leser-Kommentare

  • peter schmailzl am 14.07.2011 20:07 Report Diesen Beitrag melden

    Erwachsene müssen Kinder schützen

    Kinder und Jugentliche sollten im Umgang mit sozialen Netzwerken begleitet werden, dann ist eigentlich nichts daran auszusetzen. Wenn einmal ein Kind unvorsichtig ist, weisen Sie es bitte auf die Gefahren hin und versuchen Sie die Eltern zu benachrichtigen. Mich hat auch schon ein 8 Jähriger zum Geburtstag eingeladen, (ich bin 51) also hab ich die Eltern darüber informiert, wir haben ihn dann gemeinsam über die Gefahren aufgeklärt, und es wurde trotzdem ein schönes Fest für alle. Kinder und Jugendschutz, da müssen alle Erwachsenen zusammenhelfen, das gilt nicht nur im Internet.

  • Jamc am 21.06.2011 21:19 Report Diesen Beitrag melden

    Prävention ist äusserst wichtig

    Der Umgang mit den Internet gehört ganz klar zur Grundausbildung (i.e. Schule), je früher desto besser.

  • Piet am 21.06.2011 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Studie

    Ganz einfach, Kinder gehören auch nicht in solche pseudo-sozialen Netzwerke, da noch weniger IT-Wissen als viele Erwachsene. Erwachsene mit einer guten IT-Basis halten sich automatisch von solchen Datensammelzentren fern. Wer erinnert sich noch an das Bundes-Fichen gejammer, heute erstellen die meisten ihre Fichen gleich selbst. Geniale Gesellschaft, ganz im Sinne von G. Orwell.

    • micha am 24.06.2011 19:03 Report Diesen Beitrag melden

      jawohl

      Kann ich ihnen nur beiwohnen

    • peter schmailzl am 14.07.2011 20:22 Report Diesen Beitrag melden

      hat nichts mit fehlendem Wissen zu tun

      Meine Daten sind im Netz, weil ich sie dort haben will, genau wie meine Telefonnummer und Adresse im Telefonbuch.Pseudosozial sind diese Netze nicht, aber einige Benützer und nichtbenützenden Fundamentalgegner sind asozial. Jeder hat das Recht, seine Daten zur Verfügung zu stellen, diesen Menschen fehlendes Wissen nachzusagen ist überheblich und zu unterlassen.Ich z.B habe eine gute bis sehr gute IT Basis und nutze diese Netzwerke bewusst, das minimale Risiko nehme ich gerne in Kauf, da ist jede Kumulus-Karte viel gefährlicher. Jedem seine Freiheit und Würde.

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  • Andoni Rueda am 21.06.2011 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Festzeit dabei?

    zu diesen 12 sollte wohl auch festzeit dazu gehören, denn da wird wirklich rein gar nichts unternommen!