Australien

09. März 2011 12:16; Akt: 09.03.2011 13:25 Print

Schlechter Schüler verklagt den Staat

Mit zwölf konnte er gerade mal so gut lesen wie ein Sechsjähriger. Jetzt, mit 15, hat sich nicht viel verbessert. Schuld daran, so findet der Schüler, ist der Staat.

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Obwohl er die staatliche Schule besucht hat, kann ein 15-jähriger Australier nach eigenen Angaben weder lesen, schreiben noch rechnen. Das Schulamt des Bundesstaats Victoria hat laut rp-online einen entsprechenden Fernsehbericht bestätigt.

Laut dem TV-Sender «ABC» machten die Anwälte des Schülers aus Melbourne vor dem Bundesgericht geltend, dass ihr Mandant ernsthaft benachteiligt und seine Zukunft dementsprechend unsicher sei. Schuld an den schlechten Schulleistungen sei der Staat: Die Bildung sei nicht ausreichend.

Entschädigung für Einkommensverlust

Nun fordert der junge Kläger eine Entschädigung für den zukünftigen Einkommensverlust. Denn obwohl der Staat ihm eine «Weltklasse»-Bildung versprochen habe, sei er an seiner Schule schikaniert worden und nicht zum Lernen gekommen.

Seinen Anwälten zufolge sei der Junge zu intelligent, um eine Sonderschule zu besuchen. Was weiter mit ihm wird, ist noch nicht klar, denn er leide unter einer schweren Sprachstörung, einem Aufmerksamkeitsdefizit, Angstzuständen und einer allgemeinen Lernstörung.

(lue)