Jungfraujoch

07. September 2009 15:54; Akt: 07.09.2009 16:20 Print

Schlittenhunde werden in Pension geschickt

Schlittenhunde-Fahrten auf dem Jungfraujoch gehören ab Ende Jahr der Vergangenheit an. Die Hundekolonie am Eigergletscher wird nach 96 Jahren aufgelöst.

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Für die 16 Grönlandhunde, die jeweils für die Schlittenfahrten während der Sommersaison im Einsatz standen, sucht das Unternehmen nun einen neuen Platz. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Schlittenfahrten auf dem Jungfraujoch gesunken, wie die Jungfraubahnen am Montag mitteilten. Von 2002 bis 2008 buchten lediglich 0,6 Prozent der Gäste, die das Jungfraujoch besuchten, eine solche Fahrt. Die Hundekolonie könne deshalb nicht kostendeckend betrieben werden. Und um den Zwinger am Eigergletscher und die Behausung der Wärter zu erneuern, würden grössere Investitionen anfallen.

1913 hatte die Jungfraubahn Samojedenhunde aus Schottland gekauft, die im Winter Lebensmittel und die Post von Wengen zum Eigergletscher transportieren sollten. Die Samojeden waren jedoch zu leicht und zu wenig kräftig für die Aufgabe. Deshalb schaffte die Jungfraubahn Polarhunde aus Grönland an, die den Anforderungen besser gewachsen waren. Ab den Dreissigerjahren wurden die Hunde nur noch für touristische Zwecke eingesetzt.

(sda)