China

24. März 2011 14:40; Akt: 24.03.2011 14:49 Print

Schluss mit Rauchen im Park

China führt per 1. Mai ein Rauchverbot im öffentlichen Raum ein. Es gilt in Hotels und Beizen, Parks und Museen - nicht aber in Büros.

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Die Regelung solle am 1. Mail landesweit in Kraft treten, berichtete die staatliche Zeitung «China Daily» am Donnerstag unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Peking.

Das Rauchverbot soll für Parks, Hotels, Theater, Museen und Restaurants, nicht aber für Büros gelten. Zu möglichen Strafen im Falle von Verstössen gegen das Verbot machten die Behörden bislang allerdings keine Angaben.

300 Millionen Raucher

Ursprünglich hatte die chinesische Regierung zugesagt, das Rauchverbot vor dem 9. Januar einzuführen, als sie die Rahmenkonvention zur Bekämpfung des Tabakkonsums der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterzeichnete.

Die Umsetzung des Vorhabens wurde aber durch eine fehlende Gesetzgebung auf nationaler Ebene, bürokratische Hürden und nicht zuletzt durch die in China weit verbreitete Nikotinsucht verzögert, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua im Januar berichtete. Etwa 300 Millionen von insgesamt 1,3 Milliarden Chinesen rauchen.

Billige Zigaretten

Zigaretten und Tabak sind in der Volksrepublik sehr billig. Ein Rauchverbot anlässlich der Weltausstellung in Shanghai im vergangenen Jahr wurde praktisch nicht beachtet. Die Chinesen rauchten weiter in Restaurants, Hotels und Konferenzsälen.

Laut einer Studie könnten bis 2030 jährlich mehr als 3,5 Millionen Chinesen an den Folgen des Rauchens sterben. 2005 erlagen 1,2 Millionen Menschen in China den Folgen des Nikotinkonsums. Damit ist das Rauchen in China für mehr Todesfälle verantwortlich als Aids, Tuberkulose, Verkehrsunfälle und Selbstmorde zusammen.

(sda)