Wirbelsturm «Nalgae»

01. Oktober 2011 15:24; Akt: 01.10.2011 15:27 Print

Schon wieder Taifun auf Philippinen

Innert Wochenfrist sind die Philippinen erneut Ziel eines Taifuns geworden. Der Wirbelsturm «Nalgae» zog schwere Überschwemmungen nach sich. Fast 400 000 Menschen mussten evakuiert werden.

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Die Bewohner der Philippinen müssen schon wieder ihre Häuser verlassen. (Bild: Reuters)

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Zum zweiten Mal in einer Woche hat ein Taifun die Philippinen erreicht. Der Wirbelsturm «Nalgae» traf am Samstagvormittag (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern pro Stunde südlich der Palanan-Bucht auf Land.

Ein Mann starb in der nördlichen Provinz Benguet in einem durch «Nalgae» ausgelösten Erdrutsch. «Nalgae» nimmt einen ähnlichen Weg über die Insel Luzon wie der Taifun «Nesat», der Anfang der Woche mindestens 50 Menschen in den Tod riss und im Grossraum Manila schwere Überschwemmungen auslöste.

400 000 evakuierte Menschen

Fast 400 000 Menschen suchten am Samstag in Evakuierungszentren oder bei Verwandten und Freunden Zuflucht. Um Unfälle zu vermeiden, stellten die Behörden in der Provinz Isabela vorübergehend den Strom ab.

In der Provinzhauptstadt Ilagan deckte der Sturm Dächer ab und entwurzelte Bäume. In der nahe gelegenen Siedlung Luna kippte ein Bus mit 30 Fahrgästen auf die Seite. Bei dem Unfall am Rande eines Reisfeldes wurde nach Polizeiangaben niemand ernsthaft verletzt.

Heftiger Regen mit bis zu 25 Millimeter Niederschlag pro Stunde liess die Flüsse anschwellen und sorgte an einigen Orten bereits für Überschwemmungen.

Boden bereits durchnässt

«Der Boden ist noch immer total durchnässt und kann kein weiteres Wasser aufnehmen», sagte der Leiter des philippinischen Wetterdienstes, Graciano Yumul. «Es fliesst einfach in Richtung der Flüsse und Städte. Erdrutsche und Springfluten sind sehr wahrscheinlich.»

Benito Ramos, Chef der Zivilverteidigungsbehörde, rief die Menschen in der Provinzen Bulacan, Pampanga und Nueva Ecija dazu auf, gefährdete Gebiete sofort zu verlassen. «Die Anwohner müssen unsere Warnungen beachten und ihre überfluteten Häuser verlassen, solange es noch hell ist. Wir können nachts wegen der starken Strömung keine Rettungsaktionen vornehmen», warnte Ramos.

(sda)