Liberia

05. Juli 2014 03:32; Akt: 05.07.2014 04:53 Print

Schüsse bei Protest gegen Bergbaukonzern

ArcelorMittal in der Kritik: In Liberia wird gegen den Stahl- und Bergbau-Konzern demonstriert. Der Protest wurde den Sicherheitskräften zu viel – woraufhin Schüsse fielen.

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In Liberia sind bei Protesten gegen den Stahl- und Bergbau-Konzern ArcelorMittal Schüsse gefallen. (Bild: Keystone/AP/Yves Logghe)

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Im westafrikanischen Liberia sind bei Protesten gegen den Stahl- und Bergbau-Konzern ArcelorMittal Schüsse gefallen. Sicherheitskräfte feuerten am Freitag nach Angaben von Augenzeugen und Behörden in die Luft, um die seit Donnerstag währenden Demonstrationen aufzulösen.

Ein Kritiker des indischen Konglomerats sagte, das Unternehmen halte sich nicht an Absprachen mit der lokalen Regierung und zahle keine Löhne. Bei den Protesten wurden Eingänge zu Minen des Unternehmens sowie Bürogebäude blockiert. Laut ArcelorMittal wurde auch Firmeneigentum beschädigt.

Weitere Ermittlungen geplant

Die Anführer der Proteste, die auch auf die Polizei schossen, wurden nach Regierungsangaben festgenommen und in die Hauptstadt Monrovia gebracht. Es werde weitere Ermittlungen geben.

Das westafrikanische Land wurde lange von einem Bürgerkrieg geplagt. Neben ArcelorMittal sind hier weitere ausländische Konzerne wie der Bergbau-Riese BHP Billiton aktiv, um mit den Eisenerz-Vorkommen Geld zu verdienen.

(sda)