Viele Verletzte

03. Dezember 2011 10:30; Akt: 06.12.2011 19:22 Print

Schwarzer Tag an Schweizer Zebrastreifen

Gleich zu mehreren Unfällen bei Fussgängerstreifen ist es auf den Schweizer Strassen gekommen. Es gab viele Verletzte. In Höri ZH starb gar ein 77-Jähriger nach einem Unfall.

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Am Freitag haben sich bei Zebrastreifen ungewöhnlich viele Unfälle ereignet. (Bild: Keystone)

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Seit Freitag ist es in der Schweiz zu einer ganzen Serie von Unfällen auf Fussgängerstreifen gekommen. Bei mindestens acht Unfällen starb bis Samstagmittag ein Betagter, zehn Personen wurden verletzt, eine davon schwer.

In Höri ZH kam ein 77-jähriger Fussgänger am Freitag gegen 17 Uhr beim Überqueren des Zebrastreifens ums Leben. Ein 81-jähriger Autofahrer hatte ihn erfasst und weggeschleudert. Das Opfer verstarb trotz ärztlicher Hilfe noch auf der Unfallstelle.

Am Freitagmorgen rammte ein 28-jähriger Autofahrer in Zofingen AG ungebremst eine 18-Jährige, die den Fussgängerstreifen überquerte. Die junge Frau trug schwere Verletzungen davon.

Verletzt ins Spital gebracht werden musste ein 14-Jähriger, nachdem ihn eine 22-Jährige in Dietikon ZH auf dem Zebrastreifen angefahren hatte. Die Lenkerin fuhr ohne anzuhalten weiter, kam aber später mit einem Familienangehörigen zum Unfallort zurück.

Fünf Kinder verletzt

Bei weiteren Unfällen auf Fussgängerstreifen waren Kinder die Leidtragenden. In Gelterkinden fuhr ein 33-jähriger Autolenker eine Mutter und ihre drei- und vierjährigen Töchter auf einem Zebrastreifen an. Die drei wurden verletzt. Der Lenker musste den Fahrausweis abgeben.

In Sarmensdorf AG übersah eine 61-Jährige eine neunjährige Schülerin beim Überqueren des Fussgängerstreifens. Das Kind kam mit Schürfungen davon, die Automobilistin beging Fahrerflucht. Als die Polizei sie ausfindig gemacht hatte, war sie alkoholisiert.

Zwei Knaben von acht und neun Jahren wurden in Bad Zurzach von einem Personenauto erfasst und leicht verletzt. Dessen 20-jähriger Lenker gab an, die beiden seien plötzlich auf den Zebrastreifen gerannt. Noch während der Unfallaufnahme trat eine 50-jährige auf den Fussgängerstreifen, wo sie von einem Auto gestreift wurde.

In Niederurnen GL wurde ein 81-Jähriger von einem Auto erfasst und zu Boden geschleudert. Die Ursache hier: Der Autolenker hatte den Mann übersehen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • megge am 03.12.2011 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Handzeichen und luege, loose, laufe!!!

    Aber nur nicht zugeben, dass der damalige Entscheid, Fussgänger müssten kein Handzeichen mehr geben, falsch war.

  • Marco S. am 02.12.2011 21:40 Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache Vortritt!

    Der/die Automobilist/in soll immer die volle Verantwortung haben schliesslich hat der Fussgänger Vortritt! Egal ob er unvermittelt und ohne zu schauen die Strasse beim Fussgängerstreifen überquert. Egal ob er dunkel am besten schwarz gekleidet ist und somit für den Autofahrer nur schwer zu erkennen ist. Egal ob nun die dunkle Jahreszeit herrscht und man vorsichtiger sein sollte. Vorsichtiger? Ja sicher, aber nur die AutofahrerInnen. Die Fussgänger müssen sich keine Gedanken machen, achja fast hätte ich es vergessen: Telefonieren und dabei weder links noch rechts schauen das dürfen sie auch!

  • Jacky am 03.12.2011 12:15 Report Diesen Beitrag melden

    Lasst es so wie es ist

    Es erstaunt mich doch immer wieder, wie gewisse Menschen immer noch die Einführung der Handzeichen und gleichzeitige Abschaffung des Vortrittsrechts für Fussgänger fordern. Wisst ihr überhaupt, dass die Zahl der Unfälle an Zebrastreifen um die hälfte reduziert wurde, seit der Fussgänger den Vortritt hat? Schafft den Vortritt für Fussgänger ab, aber wundert euch dann nicht, wenn das nur für Verwirrung sorgt und die Kommunikation zwischen Fahrer und Fussgänger unnötig verkompliziert. Es gäbe bei weitem bessere Möglichkeiten, die Sicherheit an Zebrastreifen zu erhöhen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • B. Gerth am 03.12.2011 21:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fußgänger

    Immer wieder und wieder dasselbe !!! Fussgänger !!! Erst laufen wenn das Auto still steht ! So lernen es die Kinder ! Auch ich wäre heute angefahren worden hätte ich nicht nochmals geschaut ob auch das zweite Auto mich sieht !! Nein nein es brauste an mir vorbei!!...

  • Hans Gmerkt am 03.12.2011 20:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vortritt!

    Vortritt für Fussgänger abschaffen!!!

  • suchender am 03.12.2011 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Autos und Fussgänger schuld

    Ich fahre Auto, bin aber auch als Fussgäner unterwegs. Man kann nicht pauschal den Fussgänern oder Autofahrer die Schuld zuweisen, es machen beide Fehler. Fussgänger laufen z.T. einfach los, Autofahrer ignorieren z.T. konsequent das Vortrittsrecht der Fussgänger... Diejenigen Autofahrer, bei denen ich "zurückspringen" musste waren immer andersweitig beschäftigt (Telefon, Navi...), die anderen kann ich einschätzen ob sie anhalten oder nicht. Bessere Beleuchtung bei FGS wäre auch gut (z.B eine hellere Strassenlampenbirne, damit es sofort auffällt das da etwas ist).

  • Surehe am 03.12.2011 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist zum schreien!

    Wann hört dieser Schreck endlich auf und die Automobilisten kommen dran??!! Offensichtlich ist es notwendig, dass diese alle nochmals und regelmässig an einem Fahrkurs und an einer Theorieprüfung teilnehmen damit sie wissen, wie man sich im Strassenverkehr verhält und dass es gilt, vor einem Fussgängerstreifen anzuhalten! Unglaublich und erschreckend!

  • M. G. G. am 03.12.2011 18:51 Report Diesen Beitrag melden

    Gesetze sind nicht immer gut

    Immer mehr Gesetzte sollen das leben Regeln. Der Bürger wird immer mehr entmündigt und sein Verhalten wird durch ein Gestz geregelt. So auch, dass die Fussgänger Vortritt haben. Es wird nicht mehr dem einzelnen Verkehrsteilnehmer überlassen die Situation zu überblicken und situativ zu handeln. Gesetze sind ja gut gemeint und sollten Menschen beschützen oder Situationen regeln jedoch sollten die Bürger nicht dummgehalten werden.