21. April 2005 07:46; Akt: 21.04.2005 17:16 Print

Schweizer Reit-Roboter könnte Leben retten

Die Schweizer Firma K-Team hat in Katar erfolgreich einen Roboter getestet, der ein Kamel reiten kann.

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Hintergrund der Forschungsbemühungen ist die Tatsache, dass im Golfstaat Katar die Kamel-Jockeys hauptsächlich Kinder sind.

Auch in anderen arabischen Staaten werden oft Kinder als Jockeys eingesetzt, Hilfswerke sprechen von rund 40 000 Kinder-Jockeys.

Die Kinder müssen möglichst wenig wiegen, damit sie die Kamele nicht beim Rennen behindern. Die billigen Arbeitskräfte werden aus Nachbarländern wie Bangladesch eingekauft, und werden manchmal wie Sklaven für die zum Teil tödlichen Kamelrennen gehalten.

Nachdem Amnesty International und andere Hilfswerke die Situation der Kamelreiter beklagt hatte, wird nun an Reit-Robotern geforscht.

Die Schweizer Firma K-Team ist seit über einem Jahr dabei, das neuste Modell kommt beinahe 10 Sekunden an die Bestzeiten menschlicher Reiter heran.

Zeitungen zufolge soll Sheikh Abdullah, der Chef des Roboter-Kommitees in Katar, die neusten Modelle als «nützlich» bezeichnet haben.

Die Regierung von Katar unterstützt die Forschungen und bestellte letztes Jahr umgehend 100 Stück der Roboter-Reiter.

So steckt das Kind in Zukunft möglicherweise nicht mehr auf dem Kamel, sondern im Manne: Die Kamel-Roboter sollen sich nämlich fernsteuern lassen.