Paintball-Attacke

20. Juni 2011 17:00; Akt: 21.06.2011 14:38 Print

Schweizer schiesst auf Pitbulls

Weil zwei Pitbull-Terrier fortlaufend bellten, griff der Mann kuzerhand zur Paintball-Pistole und feuerte auf die Hunde. Jetzt steht er in New York wegen Tierquälerei vor Gericht.

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Der in New York lebende Schweizer Daniel Lacin ist verärgert über das andauernde Gebell der beiden Pitbull Terrier Baby und Birdie, die im Innenhof an der Himrod Street in Brooklyn spielen. Schliesslich platzt ihm der Kragen. Mit einer Paint-Ball-Pistole in der Hand klettert er auf das Dach des Nachbarhauses und schiesst auf die Hunde. Ungefähr 40 Schüsse ballert er ab, dann geht er zurück in seine Wohnung.

Peter Wojcik steht gerade unter der Dusche, als er das «tat-tat-tat-tat»-Geräusch einer Paintball-Pistole wahrnimmt. Dann hört er seine beiden Hunde aufschreien und winseln. Nur mit einem um den Bauch gebundenen Badetuch rennt er auf den Innenhof und sieht dort die mit Farbe befleckten Pitbulls. Ihre Körper sind mit Wunden, Schnitten und Blutergüssen bedeckt.

Fast erblindet

Besonders hart hat es die einjährige Baby getroffen. Wegen eines Schusses, der sie mitten in den Kopf gleich unterhalb des linken Auges getroffen hat, wäre sie fast erblindet. Der Tierarzt zeigte sich bei der anschliessenden Untersuchung aber überzeugt, dass sich die Tiere wieder erholen werden.

Trotzdem kann es der 32-jährige Peter Wojcik nicht fassen, was ihm sein Nachbar angetan hat: «Ich bin total sauer auf ihn, richtig sauer», sagt er gegenüber dem Onlineportal abclocal. Vor allem die Reaktion des 26-jährigen Schweizers versetzt ihn in Rage: «Er hat immer wieder gesagt, dass er die Hunde ja nicht getötet hat, also was soll die ganze Aufregung.»

Zu schlecht erzogen

Für Wojcik steht fest, dass seine Hunde im Quartier noch nie Ärger gemacht haben und betont, dass es noch keine einzige Reklamation gab. Ganz anders sieht das freilich Daniel Lacin. Im Gegensatz zu New York würden in der Schweiz die Hunde dazu erzogen, nicht zu bellen.

Nach dem Angriff auf die Pitbulls wurde Lacin verhaftet, ist jetzt aber wieder ohne Kaution auf freiem Fuss. Eine Anklage gegen ihn wurde eingereicht, unter anderem wegen rücksichtsloser Gefährdung, Waffenbesitz und Tierquälerei. Nächste Woche beginnt der Prozess.

(bee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dieter Wohlen am 22.06.2011 15:38 Report Diesen Beitrag melden

    Das US-Gericht wird knallhart sein

    Das wird der Schweizer Daniel Lacin tief bereuen, die amerikanischen Tierschutzgesetze sind knallhart, die verstehen da keinen Spass. In der Schweiz hätte der wohl höchstens 1000 Franken Busse bezahlen müssen.

  • Edith Zellweger am 21.06.2011 21:58 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich ein paar Jahre Gefängnis!

    Sollte die folgenden Aussage von diesem Schweizer stimmen "Im Gegensatz zu New York würden in der Schweiz die Hunde dazu erzogen, nicht zu bellen." zeigt deutlich auf wie tierfeindlich und tierfremd es in der Schweiz zu und her geht! Hoffentlich wird dieser Schweizer für ein paar Jahre hinter Gitter gesperrt. In der Schweiz bekäme dieser Tierqüäler einen Orden und die Pitbulls die Todesstrafe! So sieht es in der ach so tierliebenden Schweiz aus mit dem weltbesten Tierschutzgesetz! Tierschutz ist hier in der Schweiz eine reine Farce!Tiere haben in der Schweiz keine Rechte!

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  • Monique am 22.06.2011 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    Gegen jede Form v. Tierquellerei

    Ich ( habe 2 Katzen) habe absolut keine Probleme mit bellenden Hunden. Warum auch? In meiner Nachbarschaft haben wir Hunde, die mich nicht nur mit Freudesprügen, sondern auch durch Bellen begrüssen. Wenn das US-Gericht knallhart sein wird, kann ich es nur begrüssen. Tierqälerei muss hart bestraft werden. Den Umgang mit den Tieren lernt man schon als Kind und da liegt das Problem, wenn Menschen so reagieren. Tiere haben einen Instinkt und spüren, wer sie mag und wer sie nicht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hundeliebhaberin am 23.06.2011 09:36 Report Diesen Beitrag melden

    Wer quält hier wen?

    Was Lacin gemacht hat, ist nicht in Ordnung, aber: Hunde, die ein GLÜCKLICHES Leben führen, bellen nicht den ganzen Tag in einem Hinterhof! Die wahre Tierquälerei wurde vom Halter begangen, ER hätte mit der Paintballpistole traktiert werden sollen. Hunde, die den ganzen Tag bellen, sind für Anwohner auch eine "Qual", aber man darf sich in solchen Situationen nicht von Emotionen leiten lassen, Lacin hätte den Halter anzeigen müssen - am besten beim Tierschutzverband! Wünsche ihm Glück, eine Anklage in den USA kann durch amerikanischen Verhältnisblödsinn happige Konsequenzen nach sich ziehen.

  • Monique am 22.06.2011 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    Gegen jede Form v. Tierquellerei

    Ich ( habe 2 Katzen) habe absolut keine Probleme mit bellenden Hunden. Warum auch? In meiner Nachbarschaft haben wir Hunde, die mich nicht nur mit Freudesprügen, sondern auch durch Bellen begrüssen. Wenn das US-Gericht knallhart sein wird, kann ich es nur begrüssen. Tierqälerei muss hart bestraft werden. Den Umgang mit den Tieren lernt man schon als Kind und da liegt das Problem, wenn Menschen so reagieren. Tiere haben einen Instinkt und spüren, wer sie mag und wer sie nicht.

  • Dieter Wohlen am 22.06.2011 15:38 Report Diesen Beitrag melden

    Das US-Gericht wird knallhart sein

    Das wird der Schweizer Daniel Lacin tief bereuen, die amerikanischen Tierschutzgesetze sind knallhart, die verstehen da keinen Spass. In der Schweiz hätte der wohl höchstens 1000 Franken Busse bezahlen müssen.

  • M.k. am 22.06.2011 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Ischguet

    Also mein Hund (belgischer Schäfer) bellt Fremde Leute sofort an. Und ich muss sagen, ich habe das lieber, als wenn er zu allen hingeht und so tut als wären das Menschen die er kennt. Hunde die bellen, beissen nicht.

  • Hundehalter am 22.06.2011 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    Quälerei

    "Im Gegensatz zu New York würden in der Schweiz die Hunde dazu erzogen, nicht zu bellen." - eine Aussage, die nicht korrekt ist. Das wäre ja noch schöner, wenn von Gesetzes wegen die Hunde in der Schweiz nicht mehr bellen dürften. Kinder dürften nicht mehr spielen und lachen...usw. Ausserdem gibt es Hundehalter, die ihre Hunde mit Antibellsysteme dazu erziehen, nicht zu bellen. Die gibt es überall, nicht nur in der Schweiz. Und dies tut den Hunden sehr weh, ist Tierquälerei.