Hoffnungsstudie

26. Dezember 2011 22:43; Akt: 27.12.2011 02:17 Print

Schweizer setzen 2012 auf Harmonie

von Zora Schaad - Trautes Heim, Glück allein: Für 2012 zeichnet sich ein klarer Trend zum Aufbruch ins Private ab. Menschen, die im Alltag Grosses vollbringen, sind 2012 die wahren Helden der Schweizer.

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Ein harmonisches Umfeld ist vielen Schweizern wichtiger als die persönliche Gesundheit. (Bild: Patrizia Tilly / Fotolia)

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Lieber ein schönes Nachtessen im Kreis der Familie als Überstunden zu Karrierezwecken – dies ist eine der Hauptaussagen der Studie «Hoffnung 2012» von Weiterdenken.ch und Swissfuture mit 5000 Teilnehmern. Dabei zeigt sich, dass das private Umfeld gegenüber dem letzten Jahr an Bedeutung zugelegt hat.

«Die Schweizer setzen ihre grössten Hoffnungen in eine intakte Beziehung, eine stabile Familie. Zum ersten Mal ist ein harmonisches Umfeld sogar wichtiger als die persönliche Gesundheit», sagt Studienleiter Andreas Walker. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei «das romantische Bedürfnis nach wahrer Liebe» gross.

Weniger Leute sind karrieregeil

Im Gegensatz dazu schwindet das Streben nach Profit und Karriere: 48 Prozent der Befragten hoffen für das kommende Jahr auf eine sinnvolle und zufriedenstellende Arbeit. Ein Bonus oder Erfolg am Arbeitsplatz sind nur für 39 Prozent wichtig. Entsprechend liegen im Ranking der künftigen Hoffnungsträger die Helden des Alltags an der Spitze (siehe Interview), während die Befragten in keiner Weise Ermutigung von Bankern oder Finanzfachleuten erwarten.

Zuversicht schöpften die Menschen nicht am Arbeitsplatz, sondern in der Familie oder in der freien Natur, so Walker. Der Zukunftsforscher weiss auch, was die Menschen tun, wenn selbst ein Spaziergang die Enttäuschung über unerfüllte Hoffnungen nicht lindert: «Die Situation zu analysieren und mit dem Partner zu sprechen ist beliebt. 14 Prozent trösten sich mit Schokolade.»

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