Dominikanische Republik

15. März 2019 20:26; Akt: 16.03.2019 08:09 Print

Schweizer wird 2 Jahre von Frau und Sohn gefoltert

In der Dominikanischen Republik soll ein Schweizer während zwei Jahren von seiner Frau und ihrem Sohn gefangen gehalten und gequält worden sein. Nun wurde er gerettet.

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In Dajabon, einer Stadt in der Dominikanischen Republik an der Grenze zu Haiti, soll ein Schweizer zwei Jahre lang in einem fensterlosen Raum gefangen gehalten worden sein. Das berichtet «El Nuevo Diario». Die Zeitung beruft sich auf Behördenangaben.

U. H.* habe angegeben, dass seine Frau das Geld, das ihm Familienangehörige geschickt hatten, für Landkäufe, Tiere und Wertsachen verwendet habe. Sie habe sich beispielsweise eine Finca, Autos und Vieh gekauft. «Dajabon 24horas» zufolge haben Mutter und Sohn H.s Dokumente und sein Bargeld eingezogen. Zudem haben sie den Kontakt zu H.s Familie unterbunden.

Schweizer Botschaft hilft bei Rettung

Wie ihn die Behörden fanden, geht aus dem Bericht nicht hervor. Gemäss «Dajabon 24horas» handelten die Rettungskräfte nach einer Justizanordnung. Das EDA bestätigt gegenüber 20 Minuten, dass die Schweizer Botschaft in Santo Domingo einem Schweizer konsularische Hilfe geleistet hat, damit er ins Spital habe eingeliefert werden können.

H. musste auf einer Bahre aus dem Haus getragen und medizinisch betreut werden. Auf dem Weg ins Spital habe er dann angegeben, dass seine Frau ihm lediglich so viel zu Essen gegeben habe, dass er am Leben blieb. Zudem hätten seine Frau und ihr Sohn H. mehrmals mit einem Messer verletzt und geschlagen.

Lebend mehr wert als tot

H. habe in einem fensterlosen Raum unter schlechten Bedingungen leben müssen. Er sei lebend mehr wert als tot, hätten Frau und Sohn ihm klar gemacht.

Im Spital sei er von Vertretern der Schweizer Botschaft erwartet worden. Dort musste er rehydriert werden. Ob es im Fall Verhaftungen gab, ist derzeit nicht bekannt.

*Name der Redaktion bekannt

(vro)