Auf Trekkingtour

24. Februar 2011 11:54; Akt: 24.02.2011 12:55 Print

Schweizerin von Elefant getötet

Eine Auseinandersetzung zwischen zwei Elefantenbullen endete für eine Schweizer Touristin in Thailand tragisch. Sie wurde von einem wütenden Tier zu Tode getrampelt.

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Eine Dschungelsafari durch den Khao Sok Nationalpark. Bis zu drei Touristen können auf einem Bänkchen sitzen.

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Es sollte ein fröhliches Elefanten-Trekking durch den Khao-Sok-Nationalpark im Süden Thailands werden. Doch für eine 63-jährige Schweizerin endete der Ausflug am Mittwoch tödlich: Gegen drei Uhr nachmittags hielt die Gruppe, gemäss der «Phuket-Gazette» waren es insgesamt acht Touristen-Paare, auf halbem Weg durch den Park auf einer Lichtung an. Die Mahouts (Elefanten-Führer) machten Fotos und reichten die Kameras hin und her, als plötzlich ein Elefant durchdrehte.

Er habe einen anderen Bullen angegriffen und ihm fast den Rüssel ausgerissen, erzählte ein australisches Paar der thailändischen Zeitung. Alle Elefanten hätten angefangen nervös zu werden und seien losgerannt, während die Mahouts mit ihren Metallhaken auf die Elefanten einschlugen. Auf dem Elefant, der durchdrehte, sassen noch eine 63-jährige Schweizerin und ihr Mahout. Der Elefant warf beide ab und trampelte danach auf der Frau herum – total in Rage, so die beiden Australier, die ebenfalls verletzt wurden.

Mit zwei weiteren Schweizern unterwegs

Mit 12 gebrochenen Rippen und Lungenverletzungen kam die Schweizerin ins Spital und erlag dort ihren Verletzungen. Sie hatte zusammen mit zwei weiteren Schweizern am Treck teilgenommen. Diese seien beim Zwischenfall ebenfalls verletzt worden. Offenbar konnten sie aber rechtzeitig vom Elefanten springen, bevor dieser anfing, durch den Dschungel zu rennen.

Der verantwortliche Polizist Colonel Apidej Chuaykuar bestätigt den Vorfall. Es seien vier Touristen verletzt und eine Frau getötet worden. Ein männlicher Elefant habe einen anderen angegriffen, so der Colonel. Die Mahouts hätten danach ausgesagt, ein Spiel zwischen den beiden sei plötzlich in eine Auseinandersetzung ausgeartet. Wieso auf der Tour überhaupt zwei Bullen dabei waren, ist unklar. In der Regel werden dort nur Elefantenkühe eingesetzt, weil diese besser zu führen sind.

(ann)