Epizentrum in Burma

24. März 2011 15:18; Akt: 24.03.2011 18:55 Print

Schwere Beben erschüttern Südostasien

Zwei Erdstösse der Stärke 6,8 und 4,8 haben heute Teile von Burma und Thailand erschüttert. Selbst in Bangkok wackelten die Häuser noch. Mindestens eine Person starb.

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Südostasien ist am Donnerstag innerhalb von zwei Erdbeben getroffen worden. Das teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit.

Das erste Beben fand um 20.25 Uhr Ortszeit (14.55 MEZ) statt und erreichte eine Stärke von 6,8 auf der Richter-Skala. Die ursprüngliche Messung der Stärke 7,0 wurde später nach unten korrigiert. Das Epizentrum lag in 10 Kilometern Tiefe und damit vergleichsweise nahe an der Oberfläche.

Eine halbe Stunde später bebte die Erde erneut, diesmal mit einer Stärke von 4,8.

Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgelöst. Die Epizentren der Beben lagen gemäss dem Pacific Tsunami Warning Center zu tief im Landesinnern.

Eine Frau von Mauer erschlagen

Die Epizentren lagen praktisch am gleichen Ort im hügeligen und dünn besiedelten Nordosten Burmas, nahe der Grenze zu Thailand und Laos. Rund 110 Kilometer vom Epizentrum entfernt liegt die thailändische Stadt Chiang Rai. Dort habe es leichte Schäden gegeben, berichtete das thailändische Fernsehen. Nach Angaben der Polizei wurde nördlich von Chiang Rai eine Frau von einer einstürzenden Mauer erschlagen.

Aus Burma gab es keine Berichte über Schäden. Allerdings kontrolliert die von den Streitkräften dominierte Regierung Informationen relativ streng.

Der nächste grössere Ort, wo die Erde stark bebte, war gemäss USGC Mae Sai, eine Stadt mit 28 000 Einwohnern im äussersten Norden Thailands. Das Beben war aber selbst noch in der thailändischen Hauptstadt Bangkok und in Vietnam zu spüren. In der Hauptstadt Hanoi rannten Menschen auf die Strasse.

Grosse Schäden bei Stärke 7,0

Pro Jahr gibt es weltweit etwa 18 Erdbeben der Stärke 7. Regelmässig kommt es dabei zu starken Schäden an Gebäuden.

Unter anderem erreichte das schwere Beben von Haiti, bei dem im Januar 2010 230 000 Menschen den Tod fanden, die Stärke 7,0. Das Beben von Chile nur einen Monat später hatte eine Stärke von 6,8, das Beben von Japan vom 11. März 2011 9,0.

Burma ist immer wieder Schauplatz grosser Naturkatastrophen. Im Mai 2008 forderte der Tropensturm Nargis nach Schätzungen der UNO bis zu 100 000 Todesopfer.

(erf)