Schon wieder

04. November 2011 16:21; Akt: 05.11.2011 00:23 Print

Schwere Unwetter fordern Tote in Ligurien

Die ligurische Hafenstadt Genua steht teilweise unter Wasser, sieben Personen sollen ums Leben gekommen sein, darunter drei Kinder. Bereits vor einer Woche sind mehrere Menschen bei Unwettern getötet worden.

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Helfer versuchen am 7. November in einer Schule in Genua zu retten, was noch zu retten ist. Freiwillige helfen am 7. November beim Aufräumen in Genua. Die Feuerwehr von Genua macht sich am 6. November im Helikopter ein Bild von oben. Bei Neapel kam am Sonntag 6. November ein Mann in seinem Auto ums Leben, als ein Baum auf sein stehendes Fahrzeug stürzte. In Cagnes-sur-Mer im Süden Frankreichs stehen die Strassen teils ebenfalls unter Wasser. Die Küste in der Nähe von Antibes ist komplett verwüstet. «Nur» mit dem heftigen Wind zu kämpfen haben diese Personen in der Nähe von Nizza. Flutalarm: Menschen flüchten am 5.11.11 in Genua vor den Fluten. Die Justiz ermittelt. Zu viel, zu schlecht gebaut. Ein verwüsteter Laden. Autofriedhof mitten in den Strassen von Genua. Der Strand von Genua von Schwemmholz übersät. Genua wird am 5.11.11 zur Geisterstadt. Die Schäden des Unwetters sind noch nicht absehbar. Das Wasser hinterliess eine Spur der Verwüstung. Schulen sind geschlossen. Der Verkehr lahmgelegt. Strassen werden zu Flüssen. Nach heftigen Regenfällen im Nordosten von Italien traten am... ...4. November 2011 gleich mehrere Flüsse über die Ufer. Einige Stadtviertel Genuas standen unter Wasser... ...oder waren von Schlamm ... ... und Geschiebe bedeckt. Dabei kamen in der ligurischen Metropole mehrere Menschen ums Leben. Es gab zahlreiche Verletzte. Autos wurden wie Spielzeug ineinander geschoben. Eine Frau wurde von einem Auto erdrückt. Die Strassen Genuas boten ein Bild des Grauens. Auch dieser Fluss namens Bisagno, schwappte über das Ufer und schwemmte Unrat an.

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Erneut sind im Nordwesten Italiens mehrere Menschen durch schwere Unwetter und Überschwemmungen ums Leben gekommen. In Genua traten gleich mehrere Flüsse über die Ufer, einige Stadtviertel standen nach starken Regenfällen unter Wasser.

In der ligurischen Metropole seien mindestens zwei Frauen und zwei Kinder umgekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Nach mindestens vier Menschen suchten die Rettungsmannschaften am Fluss Ferreggiano in Genua noch.

Italienische Medien, so zum Beispiel die Zeitung «Il Secolo XIX.» sprechen vereits von sieben Toten und zahlreichen Vermissten. Unter den sieben Toten seien drei Kinder, berichtet «La Repubblica», das jüngste unter ihnen erst gerade ein Jahr alt. Die drei toten Kinder wurden in einem Keller gefunden. Bei den übrigen Toten handle es sich um vier Frauen.

Rasend schnelle Wasserwand

«Es ist eine furchtbare Tragödie», sagte Bürgermeisterin Marta Vincenzi zu der Zeitung. Es sei absolut unvorhersehbar gewesen, dass die Überschwemmungen derart massiv sein würden. «Innert weniger Minuten ist aus dem Fluss Fereggiano eine Wand aus Wasser geworden, die mit einer erschreckend hohen Geschwindigkeit auf die Stadt zugerast ist.» Und noch erwartet die Stadt am frühen Abend eine weitere Welle aus dem Norden.

Eine Frau war in Genua während der gewaltigen Wolkenbrüche von Autos erdrückt worden, die das Wasser mitgerissen hatte. Der schwere Regen verdunkelte den Himmel über Genua und erschwerte Rettungsarbeiten.

Bewohner retten sich auf Hausdächer

Erst Mitte der vergangenen Woche hatten Unwetter in Ligurien und der Toskana erhebliche Schäden angerichtet, mindestens zehn Menschen kamen um. Rom rief darauf für diese Regionen den Notstand aus.

Manche Bewohner mussten sich am Freitag vor der steigenden Flut auf Hausdächer retten. Der Zivilschutz forderte dazu auf, sich den Wassermassen nicht zu nähern und auf Autofahrten zu verzichten.

In Genua riss ein Fluss Dutzende Autos und einen Kiosk mit sich. Der Ferreggiano zerstörte dabei auch eine neben dem Flussufer liegende Gasleitung, so dass sich in der Gegend starker Geruch ausbreitete.

Hauptbahnhof gesperrt, Verspätungen am Flughafen

Der Hauptbahnhof Genuas wurde gesperrt. Auf dem Flughafen «Cristoforo Colombo» kam es wegen des starken Windes zu Verspätungen beim Abflug der Maschinen. In mehreren Quartieren fiel der Strom aus, wie «La Repubblica» berichtet.

In der Region blieben viele Schulen geschlossen. Vorsorglich war der knapp 1000 Einwohner zählende Ort Vernazza in der Gegend der Cinque Terre zuvor evakuiert worden. Dort hatte das Unwetter in der letzten Woche den besonders bei Touristen beliebten Hafen zerstört.

Auch 200 Einwohner der Gemeinde Fiumaretta in der Nähe der Hafenstadt La Spezia mussten aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen verlassen, wie italienische Medien berichteten. Mit weiteren Niederschlägen wird in den nächsten Tagen gerechnet.

Aufgrund der heftigen Regenfälle und Überschwemmungen musste auch das Fussball-Meisterschaftsspiel der Serie A zwischen Genoa und Inter Mailand vom Sonntag verschoben werden. Das Spiel wird am Montag 7. November nachgeholt.


Autos und Container werden wie Spielzeug durch die Strassen Genuas geschoben

(Video: CorriereTV)



Ein Bericht von CorriereTV zu den Überschwemmungen (in italienischer Sprache).

Gewaltige Wassermassen in Genua
(Video: Youtube/TheCouscous80)

(Video: Youtube/Net1News)

(Video: Youtube/quezzizone)

(jam/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Theo Schmitt am 04.11.2011 21:26 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    aber laut RAI geschehen 2/3 aller Überschwemmungen und Erdrutsche europas in Italien.

  • Macov Macov am 04.11.2011 22:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweres schicksal

    Unter den opfern hatte es leider 2 babys. Es tut weh so sachen im fernsehen zu sehen.

  • Markus Eigenheer am 05.11.2011 10:36 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig aber selber schuld!

    Viele Leute werfen ihren Abfall in Flüsse,Strassenrand oder sonst wo.Wenn es nun sehr stark regnet wird alle in die Kanalisation gespühlt..die Plastiksäke verstopfen die abflüsse und schon ist es passiert.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus Eigenheer am 05.11.2011 10:36 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig aber selber schuld!

    Viele Leute werfen ihren Abfall in Flüsse,Strassenrand oder sonst wo.Wenn es nun sehr stark regnet wird alle in die Kanalisation gespühlt..die Plastiksäke verstopfen die abflüsse und schon ist es passiert.

  • josef am 05.11.2011 09:05 Report Diesen Beitrag melden

    traurig

    So ist das wenn man alle Wälder holzt und gegen Wiesen erstzt

  • Wolfgang Duttweiler am 05.11.2011 09:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Glück ist auf unserer Seite...

    ...der Alpen.

  • Macov Macov am 04.11.2011 22:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweres schicksal

    Unter den opfern hatte es leider 2 babys. Es tut weh so sachen im fernsehen zu sehen.

  • Theo Schmitt am 04.11.2011 21:26 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    aber laut RAI geschehen 2/3 aller Überschwemmungen und Erdrutsche europas in Italien.