Den ganzen Rhein entlang

14. Mai 2012 19:29; Akt: 14.05.2012 21:09 Print

Schwimmer macht paddelnd weiter

Extremsportler Ernst Bromeis ist im südbadischen Breisach ausgezehrt angekommen. Deshalb steigt er jetzt aufs Paddelboot um, um im Rhein an die Nordsee zu gelangen.

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- bewältigte Ernst Bromeis schwimmend. Kurz vor Basel gesellten sich drei ehemalige Mitstudenten zu ihm und begeleiteten ihn bis zur Kaserne. Dort wartete bereits ein Festbetrieb mit Gugge auf den Wasserbotschafter. voller Stromschnellen. Mit Hilfe von geübten Guides kam er wohlbehalten an seinem heutigen Ziel an. war der Rheinfall das grösste Hindernis. Wegen der grossen Wassermenge musste Wasserbotschafter Ernst Bromeis darauf verzichten sich abzuseilen. Er hat die Stelle an Land überwunden. Zuvor und danach bewältigte er die Etappe - begleitet von vielen Anhängern - im Kajak. schwimmend zu bewältigen, und stieg ins Kajak. Gewiss die richtige Entscheidung. Schliesslich sind es bis Rotterdam noch ein paar Kilometer. musste er eine Pause einlegen. Nach einer kleinen Stärkung schaffte er aber auch diese Etappe mit Bravour. bis hin zur Stelle, wo der Rhein in den Bodensee mündet, verlängert. So erspart er sich am nächsten Tag das mühsame Wechseln vom wärmeren Trockenanzug, den er für den rund 6 Grad kalten Rhein braucht, in den Neoprenanzug, der für den mit 14 Grad vergleichbar warmen Bodensee geeigneter ist. meisterte Wasserbotschafter Ernst Bromeis schwimmend. Ein spezieller Anzug hielt ihn warm und trocken. - eine Strecke von 16 Kilometern. unter das Schwimmbrett. Wasserbotschafter Ernst Bromeis startet im Tomasee auf dem Oberalppass sein Projekt «Das blaue Wunder Rhein 2012». Der erste Schwimmzug im eiskalten See. Jetzt stehen dem Bünder 1230 Kilometer Strecke bevor. Für den Projektstart musste im noch mit Schnee und Eis bedeckten Tomasee ein Loch gemacht werden. Inmitten der Schneewüste macht der 44-Jährige seine ersten Züge. Ab jetzt dürfte das Wasser immer wärmer werden. Der Extremsportler gibt sich einen Monat Zeit bis an die Nordsee. Die Helfer von Schweiz Tourismus feuern Ernst Bromeis an. Dann geht es per Skier weiter Richtung Tal.

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Der Bündner Schwimmer Ernst Bromeis steigt bei seiner Rhein-Tour ins Paddelboot um. Er werde den grössten Teil der weiteren Strecke per Boot zurücklegen, sagte der 44-Jährige am Montag im südbadischen Breisach.

«Es war eine Fehleinschätzung zu glauben, dass man den ganzen Rhein durchschwimmen kann.» Er habe seine Kräfte überschätzt. Soweit möglich, werde er aber Teile der Route auch schwimmen.

Bromeis, der ursprünglich den Rhein auf der gesamten Strecke von den Alpen bis zur Nordsee durchschwimmen wollte, war am Montag im Basel gestartet und nach zehneinhalb Stunden 70 Kilometer flussabwärts in Breisach angekommen.

Eventuell abbrechen

Bei dieser Etappe schwamm er eine halbe Stunde, die restlichen zehn Stunden fuhr er im Kajak. «Es zehrt unglaublich», sagte Bromeis am Ende seiner Tagestour. «Ich bin müde und abgekämpft.» Er sei noch unentschlossen, ob er die Tour abbrechen werde oder weitermache.

Läuft alles nach dem ursprünglichen Plan, kommt Bromeis am 31. Mai ins Ziel. Er hätte dann 1230 Kilometer zurückgelegt. Bereits bewältigt hat er davon 426 Kilometer. Gestartet war der Extremschwimmer vor zwei Wochen an der Quelle des Rheins im Bündner Oberland.

An seiner Botschaft ändere sich nichts, sagte der Sportler. Er möchte auf die ökologische Bedeutung des Rheins aufmerksam machen sowie für einen grösseren Umwelt- und Gewässerschutz werben. Das Projekt von Bromeis heisst «Das blaue Wunder Rhein 2012». Es ist auch Teil der Sommerkampagne zum Thema Wasser von Schweiz Tourismus.

(sda)

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