Bergbau-Unglücke

25. Februar 2011 10:23; Akt: 25.02.2011 10:54 Print

Sechs Kumpel sterben täglich in der Mine

Die Bergwerke in China sind berüchtigt und gelten als die gefährlichsten der Welt. 2010 kamen total 2433 Arbeiter im Stollen ums Leben.

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Mit einfachsten Mitteln holen die Kumpel in China Steinkohle aus dem Berg und riskieren dabei ihr Leben. (Bild: Keystone)

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In chinesischen Bergwerken sind im vergangenen Jahr bei Unfällen insgesamt 2433 Menschen ums Leben gekommen. Damit seien 198 Menschen weniger getötet worden als im Jahr 2009, doch noch immer mehr als sechs Minenarbeiter pro Tag.

Dies sagte der Sprecher des chinesischen Amts für Arbeitssicherheit, Huang Yi, am Freitag. Chinas Minen gelten aufgrund von Korruption, Ineffizienz, lascher Gesetze und unzureichender Kontrollen als die gefährlichsten der Welt.

Arbeitsrechtsgruppen gehen davon aus, dass die tatsächliche Opferzahl weitaus höher liegt als in der offiziellen Bilanz angegeben. Minenbesitzer würden viele Unglücke aus Sorge um wirtschaftliche Einbussen nicht melden.

Verschärfte Kontrollen

Nachdem 2002 landesweit knapp 7000 Minenarbeiter tödlich verunglückt waren, verschärften die Behörden die Sicherheitsstandards. So verlangt ein im vergangenen Jahr erlassenes Gesetz, dass Minenbesitzer ihre Anlagen innerhalb von drei Jahren mit sechs verschiedenen Sicherheitssystemen ausrüsten.

Im vergangenen Juli wies Ministerpräsident Wen Jiabao die Minenbetreiber zudem an, Seite an Seite mit ihren Bergleuten im Schacht zu arbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Sicherheitsstandards einhalten.

(sda)