Prozessbeginn

23. November 2010 15:49; Akt: 23.11.2010 15:52 Print

Securitaswächter getötet: Mann steht vor Gericht

Elf Jahre nach der Tötung eines Securitasmitarbeiters in Langenthal muss sich der mutmassliche Täter vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet auf Mord.

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Der 43-jährige Kosovare ist geständig; bei der Vernehmung zu Prozessbeginn verwickelte er sich aber bezüglich Tathergang in Widersprüche. Die Tat geschah am 6. Dezember 1999, anlässlich eines missglückten Raubüberfalls auf einen Spielsalon im bernischen Langenthal. Auf der Flucht begegneten die beiden Räuber einem Wachmann, der sich auf einem ordentlichen Kontrollgang befand. Als sich der 57-jährige Securitasmann nicht wie befohlen auf den Boden legte, wurde er mit einem Schuss in den Hals umgebracht.

Der Angeklagte bestritt vor dem Kreisgericht in Aarwangen die Tat nicht und hielt damit das frühere Geständnis aufrecht. Er bedauerte sein Handeln, doch als ihn der Wachmann habe fassen wollen, statt sich auf den Boden zu legen, sei der Schuss gefallen.

Ist der Mann ein Mörder?

Die Anklage lautet auf Mord, eventuell vorsätzliche Tötung sowie versuchten Raub mittels massiver Drohung. Nach der Tat befand sich der Angeklagte bis im Mai 2008 auf der Flucht, auf der er bis in die USA und Argentinien gelangte. Aufgrund von Hinweisen wurde er schliesslich vor zweieinhalb Jahren in Italien gefasst. Der zweite am Überfall beteiligte Mann ist weiterhin flüchtig.

Das Urteil des Kreisgerichtes in Aarwangen wird für Freitag erwartet.

(sda)