Polizei geht von Verbrechen aus

28. Februar 2019 19:37; Akt: 28.02.2019 19:37 Print

Ganz Berlin sucht nach Rebecca (15)

Seit zehn Tagen wird in Deutschland die 15-jährige Rebecca Reusch vermisst. Die Anzeichen verdichten sich, dass es sich um ein Verbrechen handeln könnte.

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Seit mehr als einer Woche gilt die 15-jährige Rebecca Reusch aus Berlin als vermisst. Die Mordkommission ermittelt und geht von einem Verbrechen aus.

Verschwinden

Das Wochenende vom 16. und 17. Februar verbrachte Rebecca bei ihrer älteren Schwester und ihrem Schwager. Am Montagmorgen verliess sie das Haus und machte sich auf den Weg in ihre Grundschule. Doch dort kam die 15-Jährige nie an. Wie ihre Verwandten berichten, soll sie die Wohnung frühzeitig verlassen haben. Ihre Schulsachen und eine Fleecedecke hatte sie dabei.

Suche

Die Mutter meldete Rebecca als vermisst. Doch in den ersten drei Tagen passierte nichts. Der Grund: Es ist nicht unüblich, dass Teenager in diesem Alter verschwinden und nach einigen Tagen wieder auftauchen. Vor knapp einer Woche hat die Mordkommission den Vermisstenfall übernommen. Vonseiten der Polizei heisst es, man könne nicht ausschliessen, dass das Mädchen einer Straftat zum Opfer gefallen sei. Am vergangenen Mittwoch suchte die Polizei mit einem Hubschrauber die Gegend um das Haus von Rebeccas Schwester ab.

Hinweise

Die Polizei baut bei der Suche nach Rebecca auch auf die Hilfe der Öffentlichkeit. Auf Twitter posteten sie Kleider und Gegenstände, die Rebecca bei ihrem Verschwinden bei sich hatte. Wie die «Bild» schreibt, gingen bis Donnerstag 117 Hinweise ein.

Verhaftung

Am Donnerstag wurde ein Mann verhaftet. Dazu schreibt die Polizei: «Umfangreiche Ermittlungen unserer Mordkommission haben den Verdacht einer Straftat erhärtet. In diesem Zusammenhang wurde eine Person verhaftet.» Zunächst war nicht bekannt, um wen es sich beim Verhafteten handelt. Wie die «Bild» schreibt, ist es jedoch Rebeccas Schwager, der Mann ihrer älteren Schwester. Der Schwager war nach eigener Aussage am Tag des Verschwindens morgens um 5.45 Uhr von einer Firmenfeier nach Hause gekommen. Noch vor 22 Stunden sprachen Rebeccas Angehörige auf Instagram von einer Hetzjagd: «Er leidet genau wie wir am Verschwinden von Rebecca. Wir würden für ihn die Hand ins Feuer legen.»


Das ist Rebecca

«Rebecca ist keine Person, die einfach so abhauen würde. Sie war am Tag ihres Verschwindens nur etwas komisch. Sie war lange nicht auf Social Media, wo sie sonst sehr aktiv ist.» Dies sagt eine gute Freundin gegenüber der «Bild». Wie Angehörige berichten, wollte Rebecca Model und Flugbegleiterin werden. Auf Instagram setzte sie sich gern in Szene. Doch zuletzt soll sie viele Beiträge gelöscht haben. Ihr Vater sagt, dass sie die Schule wechseln wollte, weil sie Streit mit Mitschülern hatte.

Anteilnahme

Auf ihrem Instagram-Profil sind viele Nutzer in Gedanken bei Rebecca und ihren Angehörigen. Es heisst: «Hoffentlich bist du in Sicherheit ... Komm zurück.» Oder: «Ganz Deutschland hofft, dass du wohlbehalten wieder zurückkehren wirst. Deiner Familie wünsche ich die Kraft, um diese unfassbare Zeit zu überstehen, und vor allem, dass sie dich bald wieder hat.»

(fss)