Saban Saulic

17. Februar 2019 20:20; Akt: 18.02.2019 02:10 Print

Serbischer Volkssänger stirbt bei Autounfall

«Die schönste Stimme der Region ist verstummt» – Fans trauern um den serbischen Turbo-Volkssänger Saban Saulic.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der serbische Turbo-Volksänger Saban Saulic ist bei einem Autounfall im deutschen Bielefeld ums Leben gekommen. Fans des Musikers meldeten sich bei 20 Minuten: «R.I.P. Saban Saulic», «ein legendärer Volkssänger ist gestorben».

Ein angetrunkener Autofahrer ohne Führerschein hat auf der A2 bei Gütersloh den tödlichen Unfall verursacht. Er fuhr am Sonntagmorgen in einer Baustelle auf einen Wagen mit drei Insassen auf, wie die Polizei in Bielefeld mitteilte. Die Fahrzeuge gerieten ins Schleudern und prallten in die Schutzplanken.

Der Verursacher kam mit leichten Verletzungen davon. Der Beifahrer des vorausfahrenden Wagens, Saban Saulic, erlag wenig später in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

«König der Volksmusik»

Die Familie des 68-jährigen Volkssängers bestätigte auf Instagram seinen Tod. Mit ihm sei «die schönste Stimme der Region verstummt», hiess es. Laut serbischen Medien befand sich Saulic nach einem Konzert auf der Fahrt zum Flughafen, bevor das Unglück passierte.

Er zählte zu den bekanntesten Volksmusik-Sängern des Balkan und wird bis heute aufgrund seiner langen Musikkarriere als «König der Volksmusik» bezeichnet. Der 67-Jährige war verheiratet und dreifacher Vater.



Mit 18 Jahren wurde Saulic mit seinem ersten Album und dem Hit «Dajte mi utjehu» in Ex-Jugoslawien zum Star.

Serbiens Präsident kondoliert

Kollegen von Saulic äusserte sich bestürzt. «Ich kann es nicht glauben», sagte der Sänger Halid Beslic in Bosnien-Herzegowina. «Mir fehlen die Worte», sagte die serbische Sängerin Snezana Djurisic.

Serbiens Präsident kondolierte der Familie von Saulic, wie die Zeitung «Politika» berichtete. Auch Aussenminister Ivica Dacic sprach der Familie «als Freund und grosser Verehrer von Saban» sein Beileid aus. «Ich bin sicher, dass sein Werk weiter leben wird», zitierte die Agentur Tanjug aus dem Schreiben.

(kat/chk/sda/afp)