18. April 2005 12:18; Akt: 18.04.2005 12:18 Print

Sieben Opfer identifiziert

Nach dem Busunglück am Grossen St. Bernhard sind bis Montagmittag sieben Tote durch Angehörige identifiziert worden. Die fünf weiteren Todesopfer wurden zwecks DNA-Analyse nach Lausanne gebracht.

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Die 15 Verletzten sind laut Polizei ausser Lebensgefahr. Die Unfallursache und -hergang blieben vorerst unklar.

Wie die Walliser Kantonspolizei mitteilte, handelt es sich bei den bisher Identifizierten um eine 45-jährige Oberwalliserin, eine 19-jährige Frau aus dem Kanton Freiburg sowie eine 68-jährige italienische Staatsangehörige. Dazu kommen vier Personen aus dem Kanton Bern - drei Frauen im Alter von 48, 41 und 21 Jahren sowie ein 47-jähriger Mann. Die fünf weiteren Opfer des Verkehrsunfalls wurden nach Lausanne transportiert, um sie am rechtsmedizinischen Institut mittels einer DNA-Analyse zu identifizieren. Darunter ist auch der Lenker des Reisecars. Die beim Unfall Verletzten, die sich in den Spitälern von Sitten und Martigny befinden, sind laut Polizei ausser Lebensgefahr.

Der Untersuchungsrichter des Unterwallis ordnete eine Expertise des Reisecars an. Ein Spezialist werde sich auf den Platz begeben und bereits vor Ort erste Massnahmen treffen. Erst nach Abschluss der ersten Untersuchungen werde das Fahrzeug dann geborgen. Es muss laut Polizei aufgrund des unwegsamen Geländes und des Gewichtes möglicherweise zerlegt und dann per Helikopter abtransportiert werden. Eine Bergung am (heutigen) Montag sei nicht geplant. Zur Abklärung der Unfallursache machte die Polizei erste Einvernahmen. Es sei aber vorerst nicht möglich, nähere Angaben zum Unfallhergang zu machen. Die Strasse am Grossen St. Bernhard wurde für den Verkehr wieder freigegeben.

(ap)