Karneval in Rio

15. Februar 2010 07:17; Akt: 15.02.2010 10:42 Print

Siebenjährige Samba-Queen kann nicht mehr

Es war der Auftritt ihres Lebens - und plötzlich war all der Trubel zu viel: Während ihres umstrittenen Auftritts beim Karneval in Rio ist die siebenjährige Samba-Queen Júlia Lira weinend zusammengebrochen.

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Schüchtern und mit glänzenden Augen hatte die Mini-Queen Júlia Lira in der Nacht auf heute den Auftritt ihres Lebens - und hielt den Augen von Milliarden Menschen plötzlich nicht mehr stand. Das von Fernsehteams und Fotografen belagerte Mädchen wurde von einer Betreuerin weinend aus der Menge gezogen. Nachdem sie - und die Menge - sich wieder beruhigt hatte, kehrte Júlia nach gut 20 Minuten wieder auf die Tanzfläche zurück.

Die Siebenjährige trat auf Wunsch ihres Vaters Marco als Vortänzerin der Samba-Schule Viradouro auf. Kinderschützer hatten vergeblich versucht, den Auftritt der Siebenjährigen zu verhindern. Ein Gericht hat schliesslich entschieden, dass der Kinderstar das rund 80-minütige Defilée in Rios Sambódromo anführen darf.

Dieses hochbegehrte «Amt» in Rios Karneval fällt eigentlich jungen - aber erwachsenen - Frauen zu, die mit viel Sexappeal und knappen Kostümen dem Publikum einheizen sollen. «Ich würde meine Tochter doch nie in erotische Kleidung stecken», hatte ihr Vater den Auftritt gerechtfertigt. Jeder Mann, der beim Anblick eines Mädchens Erregung verspürt, sollte sich einweisen lassen», äusserte sich Marco Lira.

Ein sichtlich erschöpftes Mädchen zogen ihre Betreuerinnen aus der Parade:
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(Video: APTN Video)

(ast/sda/ap)