Indien

05. November 2019 10:13; Akt: 05.11.2019 11:33 Print

Nirgends ist die Luft gerade schlechter als hier

In Delhi leiden die Einwohner unter dickem, giftigem Smog. Die Verschmutzung ist auf einem Dreijahreshoch.

«Meine Augen brennen stark wegen der Umweltverschmutzung.» (Video: Tamedia)
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Die Schulen sind geschlossen, Bauarbeiten wurden eingestellt. Die Luftqualität in Delhi bleibt weiterhin schlecht und somit schädlich für die Gesundheit der 20 Millionen Einwohner. Nach aktuellen Messungen liegt die Verschmutzung in der indischen Hauptstadt weit über der empfohlenen Gesundheitsschwelle.

Jedes Jahr zu Beginn des Winters verwandeln eine Kombination aus natürlichen Faktoren (Kälte, leichte Winde) und menschlichen Faktoren (landwirtschaftliche Verbrennungen, Industrie- und Autoemissionen, Brände zum Aufwärmen) Delhi in eine «Gaskammer», ein Ausdruck, der von den Regierenden häufig verwendet wird.

Einschränkung von Privatfahrzeugen

Der Oberste Gerichtshof ordnete an, dass die Nachbarstaaten die landwirtschaftliche Verbrennung der Felder einstellen sollen. Dieser Feuerrauch trägt wesentlich zu Delhis Smog bei. NASA-Satellitenbilder zeigen Tausende von Bränden im Nordwesten Indiens in den letzten 48 Stunden. Diese illegale Praxis ermöglicht es indischen Bauern, ihre Felder kostengünstiger von den Rückständen der Reisernte zu entledigen.

Mit einem Durchmesser von einem Dreissigstel eines menschlichen Haares können die enthaltenen feinen Schwebeteilchen das Blut durch die Lunge infiltrieren. Die langfristige Exposition gegenüber einer so hohen Konzentration wie in Delhi erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Lungenkrebs. Im Jahr 2017 verursachte die Luftverschmutzung laut einer Studie 1,2 Millionen vorzeitige Todesfälle im Land.

(ajs/afp)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • U.D. am 05.11.2019 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    USA, Brasilien, Indien, China...

    ...machen - nichts.. Aber den Europäern immer mehr teure Klima-Verbote aufdrücken... das bringt's...

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  • Jochum am 05.11.2019 11:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer wieder

    Dieselben informationen, hochgiftiger smog, brennende müllberge, ungefilterte chemieäbflüsse und und und. Unsere neue ökosteuer wird das problem sicherlich beheben...

  • Expat am 05.11.2019 11:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    CO2 Steuer für was genau

    Und in der CH wird über eine CO2 Steuer auf Flugtickets diskutiert. Die kommt auch, bringt aber nur nichts angesichts solcher Bilder aus Indien .

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bartli am 08.11.2019 17:42 Report Diesen Beitrag melden

    Die Frage ist ernst gemeint

    Tja, da fragt man sich doch warum Papa Thunfisch nicht zuerst Indien angepeilt hat, mit gesamter PR- Gefolgschaft. Auch Indien hat ein Bollywood ,-)

  • Aber nei au! am 07.11.2019 17:53 Report Diesen Beitrag melden

    Nur wers glaubt

    Nur Abzocke und lachhaft 1.2 % der 0,038 % sind 0.00996% des Co2 in der Luft stammen vom Mensch und sind rund 1.5 mal schwerer als Luft. Eine voll unsinnige Behauptung das dieses Co2 etwas ausmacht. es gibt genügen Tatsachen die gen die Co2 These sprechen den Co2 ist 1.5 mal schwerer als Luft und sammelt sich am Boden und nicht in der Obern Luftschicht. Und 1.2 % von 0.038 Prozent des in der Luft befindlichen Co2 stammt vom Menschen. Und dieser schweere Mikrofurz soll das Klima in 50 - 70 Km Höhe beeinträchtigen. Und zudem wurde in dieser Höhe noch nie Co2 Messungen gemacht.

  • Uhura am 07.11.2019 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist Greta?

    und genau dort sollte Greta jetzt sein und mit ihren Jüngern demonstrieren. Nicht mit Arnie ein wenig Fahrrad fahren oder mit Di Caprio herumalbern!

    • Bartli am 08.11.2019 17:49 Report Diesen Beitrag melden

      Aber eben, das UNO-Netzwerk ist anderswo

      Genau so, sehe ich das auch. Da wäre die junge Dame und Entourage wahrscheinlich im teuersten Villen eingeladen geworden , die etwas abseits der Millionenmetropolen und/oder wo die innere Raumuft für die Uperclass etwas gefiltert sein dürfte.

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  • Rod Gutman am 07.11.2019 11:37 Report Diesen Beitrag melden

    Welt

    Das ist der Anfang vom Ende. Ihr müsst alle umgehend der antikapitalistischen Klimasekte beitreten. Nur so kann der Weltuntergang abgewendet werden. ihR roTGrün bÜndNis

  • Sibyl am 07.11.2019 08:54 Report Diesen Beitrag melden

    Wir importieren viel aus Indien!

    Gebt nicht einfach den Indern schuld: Die Schweizer Importe aus Indien, namentlich Chemikalien, Textilien, Edelmetalle und Agrarprodukte, beliefen sich 2018 auf 1,83 Milliarden CHF. Die Schweizer Direktinvestitionen in Indien betrugen Ende 2016 4,7 Milliarden CHF! Das sollte genug über unser Mittun beim Ganzen sprechen!

    • Wissender am 11.11.2019 18:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sibyl

      Na und, wir produzieren auch Produkte, und schütten weder Chemie ungereinigt in den Fluss, noch Fackeln wir jeden nur erdenklichen Müll einfach so ab.

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