Missbrauchter Brauch

01. November 2011 10:12; Akt: 01.11.2011 17:02 Print

So feiern die Halloween-Chaoten

Wegen Halloween standen die Polizisten vergangene Nacht teilweise im Dauereinsatz. Es blieb jedoch nicht nur bei Eierwürfen. Ein S-Bahn-Zug wurde übel zugerichtet.

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Selbst S-Bahn-Züge sind nicht vor Halloween-«Streichen» sicher: Sprayer verschmierten einen ganzen Waggon der S-Bahn-Zürich, wie ein Leser-Reporter dokumentiert (siehe Diashow.) Auch sonst hielten «Halloween-Streiche» die Polizisten auf Trab. Alleine im Kanton Zürich rückte die Polizei wegen Vandalismus und Eierwürfen über 110 Mal aus. Viele übermütige Kinder und Jugendliche schmissen Eier gegen Hausfassaden, Fenster, fahrende Autos und gegen einen Zug. Einige Jugendliche schleuderten gar Steine gegen Autos. Damit nicht genug: «Leute wurden zudem tätlich angegangen, die Jugendliche vom Eierwerfen abhalten wollten», sagt Polizeisprecherin Esther Surber. In Horgen fackelten Unbekannte eine Holzskulptur ab.

Jugendliche zünselten auch im Kanton Luzern: In Luzern- Würzenbach ging am Abend ein WC-Häuschen in Flammen auf: «Das war brandgefährlich, das Toi-Toi-WC stand direkt neben dem Schulhaus», sagt Leser-Reporter Hans Bürgi zu 20 Minuten Online.

Polizei liess Kinder auf Posten abholen

Obschon die Aargauer Polizei in den vergangen Tagen mit Jugendpatrouillen die Teenager direkt ansprach, verzeichnete sie über 50 Meldungen wegen Unfugs. «Jugendliche zerstörten gezielt Sachen oder zündeten Feuerwerk», sagt Polizeisprecher Bernhard Graser. Bei Halloween-Chaoten handelt es sich laut Polizei um auffallend viele Ausländer. «Wir haben sie auf dem Polizeiposten von den Eltern abholen lassen», so Graser.

Im Kanton St. Gallen verlief die Halloween-Nacht einigermassen ruhig: «Die ermahnenden Worte der verstärkt eingesetzten Patrouillen an die Jugendlichen zeigten offenbar Wirkung», so Kapo-Sprecher Hanspeter Krüsi. Unverbesserliche wurden geschnappt: In Mels konnte ein 15-jähriger kontrolliert werden, der im Rucksack Eier und Tomaten mitführte. Er wurde von seinem Vater bei der Polizei abgeholt. In Rorschach sind zwei 14-Jährige angehalten worden, die 47 Eier mitführten. Sie wurden von der Polizei nach Hause gebracht.

Busfahrer mit Laser verletzt

In Ennetbürgen NW wurde ein Busfahrer am Montagabend von einer Gruppe von Jugendlichen mit einem Lasergerät geblendet. Durch den Strahl wurde der Fahrer am Auge verletzt. Im Verlauf des Abends wurden weitere Personen in Buochs NW in ihren Wohnungen mit einem Laser belästigt.

(am)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Danny am 01.11.2011 14:05 Report Diesen Beitrag melden

    Geschmackssache

    Kunst ist Geschmackssache und Schönheit liebgt im Auge des Betrachters. Mir gefällt dieses Graffiti auch. Leider ermuntert dies dann auch weniger begabte "Künstler" dahingehend, dass sie meinen, auch sie müssten "Verschönerungen" anbringen. Dann müssen wir hässliche "Tags" auch zur Kunst erklären, obwohl ich mir sicher bin, dass 90% der Leute das mitnichten schön fänden. Hier nun ein gelungenes Kunstwerk - aber dennoch illegal und fremdes Eigentum wurde verändert. Wenn's dann um eure schönen Autos ginge, wärt ihr noch tolerant? Auch bei "Tags"?

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  • Adrian Betschart am 01.11.2011 14:43 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte melden

    An den/die Künstler die den Zug so toll bemahlt haben: Ich habe bei meinem Haus eine Betonwand von ca. 4 x 5m die ich gerne mit einem schönen Graffiti besprayt hätte. Bitte bei mir melden: adrian-betschart(at)bluewin.ch

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  • Marco Weber am 01.11.2011 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Chaoten

    Ok, die Graffiti am Zug ist eigentlich nicht übel, aber trotzdem ist es immer noch fremdes Eigentum und man sollte sich nicht daran vergreiffen. Alles andere mit Eiern, Tomaten, Feuer anlegen und Leute anpöbeln ist aufs schärfste zu verurteilen. Chaoten die jede Möglichkeit ausnutzen ihren Vandalismus auszuleben gehören zur Rechenschaft gezogen, ohne pardon.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marcel Tschanz am 03.11.2011 22:06 Report Diesen Beitrag melden

    Graffitti

    Das Halloween-Graffiti auf dem Zug ist nun mal aber wirklich sehr gelungen! ich würde es schade finden, dieses zu entfernen!

    • heinz sutter am 02.12.2011 11:25 Report Diesen Beitrag melden

      deiner meinung!

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  • Guschti am 03.11.2011 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    Handwerk ja, Kunst niemals!

    Tolle Allgemeinbildung. Derart simples Gesprühe als Kunst zu bezeichnen ist wohl mehr als dekadent. Sowas einfaches kann doch jeder Autolackierer und ist deshalb noch lange kein Künstler! Macht mal was, dass es noch nicht gibt, dann spreche ich gerne von Kunst. Aber so doch nicht... Lachhaft!

  • Peter Hug am 02.11.2011 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    Respekt

    Diese tollen "verständnisvollen" Kunstkenner sollen doch ihre Autos und Häuser für sogenannte Kunstwerke zur Verfügung stellen. Der Respekt vor fremden Eigentum ist abhanden gekommen wie so vieles in dieser kranken Gesellschaft. Bei soviel Verständnis für Vandalen, muss man sich nicht wundern, wenn sich alle Chaoten in ihrem Tun bestätigt fühlen.

  • Hans Knüsel am 01.11.2011 23:48 Report Diesen Beitrag melden

    Pro Halloween-Datenbank

    Nulltoleranz! Wer Eier wirft soll Rayonverbot erhalten. Und die Leute sollten ins Internet gestellt werden.

  • urs gerber am 01.11.2011 23:36 Report Diesen Beitrag melden

    Gar nicht übel..!

    Also der Bahnwagen sieht bedeutend besser aus. Sollte man so stehen lassen. Ist ja ein richtiges Kunstwerk. Mir gefällts. Die SBB sollte diesen Sprayer suchen und ihn anstellen, dann würden die Züge auch mal toll aussehen!

    • locoo am 02.11.2011 13:09 Report Diesen Beitrag melden

      yes urs!

      guter kommentar urs! ganz meine meinung. unsere welt ist doch einfach zu eintönig. überall beton, grau, schwarz und weiss.. so kann man sich ja nicht mehr wohl fühlen.. und diese kritiker haben keine ahnung von graffiti kunst und sagen es seien "schmiereien".. sollen es mal probieren..)

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