Neues Gesetz

04. Dezember 2014 14:55; Akt: 04.12.2014 15:24 Print

So hart sind die neuen britischen Porno-Regeln

Peitschen, Fesseln, harter Sex: In Grossbritannien dürfen Sex- und Pornofilme künftig nicht mehr alles zeigen. In der Schweiz ist man freizügiger.

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Wunsch und Wirklichkeit: 55 Prozent der Schweizer hätten gerne mindestens zwei- bis dreimal die Woche Sex. Die Realität sieht anders aus. Nur 31 Prozent kommen tatsächlich so häufig zum Zug. Sind wir im Ländergleich prüder als andere? «Anderen Studien zufolge sind wir tatsächlich weniger aktiv als unsere Nachbarn. Vielleicht sind wir aber auch einfach ehrlicher», so Sexualberater Bruno Wermuth alias Doktor Sex. Wie lange dauert der Sex bei Frau und Herr Schweizer im Schnitt? Für 4 Prozent ist bereits nach spätestens 10 Minuten Schluss. 10 Prozent nehmen sich immerhin zwischen 11 und 15 Minuten Zeit. 17 Prozent geniessen zwischen 16 und 20 Minuten das Liebesspiel. Das Gros der Befragten widmet sich zwischen 21 und 40 Minuten der angeblich schönsten Sache der Welt. 18 Prozent sind eher die Marathonis unter den Liebenden - sie nehmen sich 40 Minuten oder mehr Zeit. Monogam im Herzen: 73 Prozent der Frauen ist sexuelle Treue sehr wichtig. Bei den Männern sind es 52 Prozent, die das sehr hoch gewichten. Ein Liebes-Lotterleben führen offenbar die wenigsten Schweizer: 19 Prozent der Befragten hatten nur mit einem einzigen Menschen Sex. 12 Prozent haben zwei auf ihrer virtuellen Liste. 46 Prozent bringen es auf maximal neun. 13 Prozent haben mit 10 bis 20 Personen Körperflüssigkeiten ausgetauscht. Neun Prozent haben mit mehr als 20 Kerben im Bettpfosten. Alles nur Schein? 2 Prozent der Frauen täuschen regelmässig einen Orgasmus vor. 49 Prozent haben dies schon mehrmals getan und 10 Prozent immerhin einmal. Erstaunlich: Auch bei den Männern haben schon 14 Prozent einmal oder mehrmals einen Höhepunkt gespielt. Dick oder lang? Für 26 Prozent der Frauen ist die Länge des Penis durchaus wichtig. Allerdings längst nicht so wichtig wie der Umfang des besten Stückes ihres Sexpartners. Den anderen sind die Ausmasse des Zauberstabs eher egal. Das erste Mal: Die Ergebnisse zeigen, dass es für diesen grossen Zeitpunkt im Leben junger Menschen einen Trend nach unten gibt. Die grösste Gruppe der Jugendlichen hat ihr erstes Mal mit 16 (20 Prozent). Mit 17 haben es 19 Prozent zum ersten mal gemacht. Und 15 Prozent sind im Alter von 15 Jahren richtig zur Sache gegangen. Ganze 4 Prozent haben ihr erstes Mal bereits mit 13 erlebt. Spielsachen: 32 Prozent der Befragten verwenden Vibratoren, um das Liebesspiel aufzupeppen. 23 greifen zum Dildo. 17 Prozent stehen auf Fesseln mit Handschellen. 9 Prozent verwenden gelegentlich Liebeskugeln. Hart-zart mögen 3 Prozent, sie setzen die Peitsche ein. Insgesamt sind es eher die Frauen, die auf Sexspielzeug stehen. Jede fünfte hat schon einmal mit Handschellen oder Seilen ein Fesselspiel erlebt, rund jede zweite hat für das Liebesspiel schon mal erotische Unterwäsche getragen. A propos Spielchen - 11 Prozent der Befragten hat schon mal ein Rollenspiel gemacht. In der jüngeren Altersgruppe zwischen 15 und 25 sind es sogar 15 Prozent. Handarbeit: 7 Prozent der Männer besorgen es sich täglich selbst. 13 Prozent 4- bis 5-mal die Woche. 44 Prozent holen sich zwischen 1- und 3-mal wöchentlich einen runter. Frauen sind da weitaus verhaltener. Lediglich 1 Prozent macht es sich täglich selbst. 3 Prozent legen 4- bis 5-mal pro Woche Hand an. 20 Prozent masturbieren überhaupt nie. Fantasien: Vor allem der Wunsch nach einem flotten Dreier ist in den Köpfen der Liebeshungrigen weit verbreitet - 23 Prozent wollen dies gerne einmal ausprobieren. Auch Gruppensex (8 Prozent) und Partnertausch (7 Prozent) wird als Kick empfunden. Rollenspiele und Anal-Sex werden bei den gewünschten Praktiken mit 10 bzw. 9 Prozent oft genannt. Verhütung: 45 Prozent der Befragten im Alter zwischen 15 und 18 hatte schon mal Sex ohne Schutz vor übertragbaren Krankheiten, 32 Prozent ist ohne Schutz das Risiko eingegangen, schwanger zu werden. Für knapp die Hälfte der Befragten zwischen 15 und 25 war die Pille danach schon mindestens einmal die letzte Rettung. Sex gegen Geld: 20 Prozent der männlichen Befragten haben bereits mehrfach die Dienste von Professionellen in Anspruch genommen. Jeder Zehnte war einmal bei einer Prostituierten. Dass gestresste Single-Frauen ebenfalls für Sex bezahlen, hat sich übrigens als Märchen herausgestellt. Genau 0 Prozent haben dies laut Umfrage bisher getan.

Zum Thema
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Egal, ob mit der flachen Hand oder mit der Peitsche: In englischen Pornos dürfen ab sofort keine Hintern mehr versohlt werden. Ein neues britisches Gesetz verbietet seit Anfang dieser Woche eine ganze Reihe von Sexualpraktiken. Selbst das Zeigen eines weiblichen Orgasmus (Squirting) oder Dirty Talk, wird in England künftig nicht mehr geduldet. Während Fesselspiele für die Briten ab sofort tabu sind, sind die meisten der verbotenen Praktiken in der Schweiz erlaubt.


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Was halten Sie vom englischen Porno-Gesetz?
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Insgesamt 5737 Teilnehmer

Gegen die Zensurliste der englischen Sittenwächter regt sich nun Widerstand. Das neue Gesetz sei «tyrannisch» und «sexistisch» erklärt Jerry Barnett, Gründer der Kampagne «Sex and Censorship». Der Brite setzt sich gegen die Zensur in Pornos ein. In der englischen Ausgabe des «Vice»-Magazins machte Barnett seinem Ärger Luft: «Das sind einfach ein paar moralische Urteile, entworfen von Menschen, die endlos darum kämpfen, dass die britische Bevölkerung aufhört, sich Pornografie anzusehen», so Barnett.

Der weibliche Orgasmus muss trocken bleiben – der männliche nicht

Als besonders stossend empfinden die Briten, dass neben den BDSM-Praktiken auch die weibliche Ejakulation auf dem Index landete. Pikant: Die männliche Ejakulation darf in England weiterhin gezeigt werden. In den sozialen Medien wird die Gesetzesänderung dementsprechend heftig kritisiert.







Die neue Regelung betrifft nur Pornos, die in Grossbritannien produziert werden. Was halten Sie von diesem Porno-Verbot?

(tbi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • haha am 04.12.2014 15:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schweizer Logik

    Aber dafür wird in der Schweiz ein Zeug gemacht, wenn Media Markt eine Werbung mit einem Masturbierenden Mann zeigt, bei dem man nichtmal mehr als den Kopf sieht

    einklappen einklappen
  • Marco am 04.12.2014 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ausgerechnet die Briten

    Die haben mit den Deutschen zusammen BDSM Pornos doch geradezu erfunden...

  • Pro-Brite am 04.12.2014 15:06 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht prüde

    Bin erstaunt, hab die Briten bis jetzt als alles andere als prüde erlebt...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Juan Garcia am 05.12.2014 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    Zuwenig richtige Probleme

    Ich glaube, ich habe diese Woche schon zu einem anderen Beitrag geschrieben "Gewisse Leute haben einfach zu wenig richtige Probleme und müssen sich deshalb welche Ausdenken...".

  • oder so ähnlich am 05.12.2014 07:53 Report Diesen Beitrag melden

    God shave the queen

    Ich nehme an, die Queen kontrolliert jetzt selbst regelmässig, das das eingehalten wird.

  • ds am 05.12.2014 06:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jeder so wie er will keine bevormundung

    Lasst doch die leute leute sein und hört endlich auf alles zu normieren und zu verbieten sind doch alle nur scheinheilige die die leute kontrollieren wollen ich glaube wir haben grössere und wichtigere probleme zu lösen als diese verbote auszuarbeiten!

  • meier am 05.12.2014 03:20 Report Diesen Beitrag melden

    naja

    die Schweiz hat dafür die zwei-klassen-gesellschaft - entweder du gehörst einem schengenen-land an oder du bekommst sowieso keine Arbeitsbewilligung im ältesten gewerbe der welt.. bringt auch nur illegalität und ist für nicht-schengenen-personen die (ja tatsächlich freiwillig und ohne zwang das gibts) hier so ihr Geld verdienen wollen diskriminierend. SP-Doppelmoral halt..

  • Pimpel am 05.12.2014 00:38 Report Diesen Beitrag melden

    Biene Maya?

    Die Liste ist ja ein Witz! Was sollen denn die Briten da noch ansehen dürfen? Den Rest gibts zu hause, dafür braucht man keinen Porno...