Drohnen-Video aus Geisterstadt

29. November 2014 12:12; Akt: 29.11.2014 15:38 Print

So unheimlich ist Tschernobyl heute

28 Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl wagt sich ein Kameramann mit einer Drohne in die Todeszone. Entstanden sind schöne aber gleichzeitig beklemmende Aufnahmen.

Postcards from Pripyat, Chernobyl from Danny Cooke on Vimeo.

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Im ukrainischen Pripyat steht die Zeit seit über 28 Jahren still. Die Stadt liegt 15 Kilometer vom Kernkraftwerk Tschernobyl entfernt und gilt seit der Reaktorkatastrophe von 1986 als radioaktiv verseucht. Rund 50'000 Einwohner zählte die Stadt früher, heute ist Pripyat eine Geisterstadt. Sämtliche Einwohner mussten nach der Nuklearkatastrophe ihre Wohnungen fluchtartig verlassen: Kleider hängen an Waschleinen, Baustellen warten seit fast 30 Jahren auf ihre Fertigstellung.

Der Kameramann Danny Cooke stattete der Stadt einen Besuch ab und liess eine Film-Drohne über Pripyats Dächer und durch die verlassenen Häuser fliegen. Entstanden sind eindrückliche, fast surreal wirkende, Bilder aus der Todeszone. Mit den eindrücklichsten Aufnahmen kreiert er den Kurzfilm «Postcards from Pripyat, Chernobyl».

Auf der Video-Plattform Vimeo schreibt Cooke: «Die Zeit stand still, die Erinnerungen waren zum Greifen nah.» Er beschreibt die Stimmung vor Ort als ruhig und gleichzeitig verstörend.

(cho)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pierre Muller am 29.11.2014 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch ohne Drohne

    Ein Kameramann wagt sich mit einer Drohne die Todeszone! Dazu braucht es keine Drohne, da kann man einfach hinfahren und sich alles anschauen. Braucht eine Bewilligung, die man ohne Probleme bekommt. Das Mittagessen kann man in der Kantine des Kernkraftwerkes einnehmen. Habe ich schon vor Jahren gemacht und lebe immer noch. Übrigens, in der "Todeszone" leben und arbeiten rund 4000 Menschen, auch seit Jahren.

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  • Martin am 29.11.2014 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Lächerlich

    "wagt sich ein Drohnenpilot in die Todeszone" Ich lach mich kaputt. Ich war selber schon vor Jahren da, und es fahren tagtäglich dutzende Touristenbusse vor den Reaktor. Von "Todeszone" keine Spur.

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  • Paul am 29.11.2014 13:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn Medien von Medien abschreiben

    So sieht Jounalismus (leider...) heutzutage aus... (Obwohl hier durchaus spannend .. Oft eben auch aufgrund der fehlenden Hintergrunüberprüfung etc sehr problematisch) ...man nehme eine Story von Gizmodo, Huffpost oder anderen Medien und publiziere sie selber nochmals...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas Grogg am 30.11.2014 10:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtig

    Ich war letztes Jahr auch dort und ich lebe immer noch

    • Hans Wurst am 30.11.2014 16:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Held

      Toll gemacht. Wie schafften sie dass nur?

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  • Mister D am 30.11.2014 09:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schauer

    Extrem packendes Filmchen. Gänsehautstimmung.

  • KKW-Besucher am 30.11.2014 05:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lesenswert?

    Dieser Beitrag ist lesenswert da er die Wahrheit wider gibt. Bravo! Habe langsam die Schnauze voll über die Negativ-Beiträge der KKW Gegner. Objektive Artikel zu diesem Thema findet man meist nur in der Fachliteratur. Richtige Orientierung wäre gefragt, keine Angstmacherei, denn das Leben birgt überall Gefahren.

  • Stefanidze am 30.11.2014 00:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    The last of us

    Es erinnert mich an das Computer Spiel "The last of us". Nur ist dies bittere Realität. Eine postapokalyptische welt quasi vor der Haustüre des Westens. Es sind schöne Bilder. Aber leider mit einem bitteren Nachgeschmack

  • flo am 29.11.2014 22:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    halbsowild?

    Und was wollen sie uns damit sagen. Alles halb so wild so ein gau, oder was? Ich versteh ihr bagatelisierendes "ich lebe immer noch" nicht ganz. Bitte präzisieren sie ihre eindrücke.

    • Weber R am 30.11.2014 05:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Richtig verstehen

      Die Frage ist typisch für einseitig orientierte. Lesen Sie Fachzeitschriften und Sie begreifen auch diesen Artikel!

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